22.08.2024, 09:24
18.08.2024
Brücke
Natsu Dragneel, Kate Sinn (frei für alle)
Kate ließ die Worte Natsu Dragneels in der kühlen Stille der Brücke nachhallen, während sie ihn unablässig musterte. Sein Antwort hatte etwas in ihr berührt, ein kaum spürbares Zittern, das sie tief in ihrem Inneren wahrnahm, aber niemals offen zeigen würde. Ein Schmunzeln huschte über ihre Lippen, doch es war mehr ein reflexartiges Zeichen ihrer ständigen Wachsamkeit als ein Ausdruck von Belustigung.
Sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust, eine fast unmerkliche Geste der Verteidigung und Selbstkontrolle, und hielt seinen Blick für einen Augenblick fest. Seine Augen schienen Funken zu sprühen, eine Mischung aus Unberechenbarkeit und tiefer, unverkennbarer Dunkelheit. Doch dann wandte sie ihren Blick ab, ließ ihn an ihm vorbei in das unendliche Schwarz des Alls gleiten, das vor ihnen lag.
"Es gibt so viele Abstufungen von Vertrauen," begann sie, ihre Stimme war fest, durchdrungen von einer kalten Schärfe, "dass es wohl nicht allein darum geht, jemandem vollständig, wahrhaftig und mit jeder Faser seines Herzens zu vertrauen." Ihre Worte waren eine Mischung aus Überlegung und Reflexion, als würde sie nicht nur zu Natsu sprechen, sondern auch zu sich selbst.
"Gefangene der eigenen Wahrheit? Gefangen in einem Spiel," fuhr sie fort, ihre Stimme wurde leiser, fast nachdenklich, "das Leben ist ein großes Spiel, eines, das niemand vollständig kontrolliert, auch wenn nicht viele es verstehen oder es wirklich genießen." Ihre Worte trugen eine bittere Süße, ein Echo von Erfahrungen und Enttäuschungen, die sie in den Tiefen ihrer Seele verwahrte.
Sie legte ihre Hände auf den kalten Fenstersims vor sich, spürte die glatte, eisige Oberfläche unter ihren Fingern. Das dunkle, grenzenlose Nichts des Weltraums, das vor ihr lag, schien die Leere in ihr zu spiegeln. Es war ein Abgrund, in dem Sterne wie winzige Nadeln funkelten, doch nichts davon erreichte die Dunkelheit, die Kate in sich trug.
"Es geht nicht nur um das Vertrauen in eine andere Person," sagte sie schließlich, ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, das sich in der Weite der Brücke verlor, "sondern auch um die Frage, inwieweit man Vertrauen in das eigene Geschick, die eigenen Fähigkeiten hat. Und irgendetwas sagt mir, dass Sie sehr wohl wissen, was Ihre Fähigkeiten sind, selbst wenn Sie lernen, sich neu zu definieren."
Ihre Worte trugen die Schwere einer Erkenntnis, die sie lange verdrängt hatte. Tief in ihrem Inneren wusste Kate, dass sie sich selbst nie vollständig vertraut hatte. Zu viele Narben, zu viele Erinnerungen an Verrat und Verlust hatten sie zu der Person gemacht, die sie heute war – eine Frau, die in den Schatten lebte, die andere manipulierte und sich dabei selbst verlor.
Sie atmete tief durch, fühlte die kalte, sterile Luft der Brücke in ihre Lungen strömen und fragte sich, wann sie das letzte Mal wirklich einer Person vertraut hatte. Nicht dieses oberflächliche Vertrauen, das sie anderen entgegenbrachte, während sie immer einen Dolch hinter dem Rücken versteckte. Nein, wirkliches, tiefes Vertrauen, das Vertrauen, das es einem erlaubte, sich fallen zu lassen, sich jemandem vollständig zu öffnen. Es war so viele Jahre her, dass sie gelernt hatte zu hassen, so viele Jahre, in denen sie nur noch mit anderen spielte, weil sie es nicht mehr ertragen konnte, diejenige zu sein, die verletzt wurde.
Doch jetzt, in der Dunkelheit der Brücke, umgeben von der kalten Mechanik des Krieges und den stummen Sternen, fragte sie sich, ob es nicht vielleicht doch noch möglich war, dieses Vertrauen wiederzufinden – in sich selbst, in jemand anderen. Die Frage blieb unbeantwortet, doch der Gedanke hatte sich in ihrem Geist eingenistet, wie ein Funke, der darauf wartete, zu einem Feuer entfacht zu werden.
Brücke
Natsu Dragneel, Kate Sinn (frei für alle)
Kate ließ die Worte Natsu Dragneels in der kühlen Stille der Brücke nachhallen, während sie ihn unablässig musterte. Sein Antwort hatte etwas in ihr berührt, ein kaum spürbares Zittern, das sie tief in ihrem Inneren wahrnahm, aber niemals offen zeigen würde. Ein Schmunzeln huschte über ihre Lippen, doch es war mehr ein reflexartiges Zeichen ihrer ständigen Wachsamkeit als ein Ausdruck von Belustigung.
Sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust, eine fast unmerkliche Geste der Verteidigung und Selbstkontrolle, und hielt seinen Blick für einen Augenblick fest. Seine Augen schienen Funken zu sprühen, eine Mischung aus Unberechenbarkeit und tiefer, unverkennbarer Dunkelheit. Doch dann wandte sie ihren Blick ab, ließ ihn an ihm vorbei in das unendliche Schwarz des Alls gleiten, das vor ihnen lag.
"Es gibt so viele Abstufungen von Vertrauen," begann sie, ihre Stimme war fest, durchdrungen von einer kalten Schärfe, "dass es wohl nicht allein darum geht, jemandem vollständig, wahrhaftig und mit jeder Faser seines Herzens zu vertrauen." Ihre Worte waren eine Mischung aus Überlegung und Reflexion, als würde sie nicht nur zu Natsu sprechen, sondern auch zu sich selbst.
"Gefangene der eigenen Wahrheit? Gefangen in einem Spiel," fuhr sie fort, ihre Stimme wurde leiser, fast nachdenklich, "das Leben ist ein großes Spiel, eines, das niemand vollständig kontrolliert, auch wenn nicht viele es verstehen oder es wirklich genießen." Ihre Worte trugen eine bittere Süße, ein Echo von Erfahrungen und Enttäuschungen, die sie in den Tiefen ihrer Seele verwahrte.
Sie legte ihre Hände auf den kalten Fenstersims vor sich, spürte die glatte, eisige Oberfläche unter ihren Fingern. Das dunkle, grenzenlose Nichts des Weltraums, das vor ihr lag, schien die Leere in ihr zu spiegeln. Es war ein Abgrund, in dem Sterne wie winzige Nadeln funkelten, doch nichts davon erreichte die Dunkelheit, die Kate in sich trug.
"Es geht nicht nur um das Vertrauen in eine andere Person," sagte sie schließlich, ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, das sich in der Weite der Brücke verlor, "sondern auch um die Frage, inwieweit man Vertrauen in das eigene Geschick, die eigenen Fähigkeiten hat. Und irgendetwas sagt mir, dass Sie sehr wohl wissen, was Ihre Fähigkeiten sind, selbst wenn Sie lernen, sich neu zu definieren."
Ihre Worte trugen die Schwere einer Erkenntnis, die sie lange verdrängt hatte. Tief in ihrem Inneren wusste Kate, dass sie sich selbst nie vollständig vertraut hatte. Zu viele Narben, zu viele Erinnerungen an Verrat und Verlust hatten sie zu der Person gemacht, die sie heute war – eine Frau, die in den Schatten lebte, die andere manipulierte und sich dabei selbst verlor.
Sie atmete tief durch, fühlte die kalte, sterile Luft der Brücke in ihre Lungen strömen und fragte sich, wann sie das letzte Mal wirklich einer Person vertraut hatte. Nicht dieses oberflächliche Vertrauen, das sie anderen entgegenbrachte, während sie immer einen Dolch hinter dem Rücken versteckte. Nein, wirkliches, tiefes Vertrauen, das Vertrauen, das es einem erlaubte, sich fallen zu lassen, sich jemandem vollständig zu öffnen. Es war so viele Jahre her, dass sie gelernt hatte zu hassen, so viele Jahre, in denen sie nur noch mit anderen spielte, weil sie es nicht mehr ertragen konnte, diejenige zu sein, die verletzt wurde.
Doch jetzt, in der Dunkelheit der Brücke, umgeben von der kalten Mechanik des Krieges und den stummen Sternen, fragte sie sich, ob es nicht vielleicht doch noch möglich war, dieses Vertrauen wiederzufinden – in sich selbst, in jemand anderen. Die Frage blieb unbeantwortet, doch der Gedanke hatte sich in ihrem Geist eingenistet, wie ein Funke, der darauf wartete, zu einem Feuer entfacht zu werden.
