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Seiten: 1 2


Die Zeit... - zero - 23.08.2024

05.03.2018

Ort: Quelii Sektor im Outer Rim
Zeit: 23 nach Endor

Die Zeit. Ist sie mein Freund? Oder ist sie mein Feind? Mal ist es so, mal anders. Dieses verwirrende Spiel jagt mich bereits eine Weile. Manchmal ist die Zeit einfach unberechenbar. Ich fühle wie sich alles verändert. Nicht nur um mich herum, sondern auch in mir. Und wieder spielt ein entscheidender Faktor eine große Rolle. Die Zeit.
Ich liege in meinem Quartier auf der Matratze. Die Augen geschlossen. Tief in der Meditation versunken, erscheint wieder dieses Gesicht vor meinem geistigen Auge. Ein Gesicht mit stechend blauen Augen. Heute sehen sie traurig aus. Sie schauen nach unten. „Sei nicht traurig. Ich bin da.“ flüstere ich den Augen zu. Sie sehen auf und schauen mich direkt an. Sie hellen sich auf, ja sind geradezu erwartungsfreudig. Sie leuchten wie strahlend blaue Sterne. Ich lächle leicht. Dann verdunkeln sich die Augen etwas. Sie schauen nun skeptisch und gleichzeitig fragend zu mir. Doch ich lächle weiter „es wird alles gut werden. Ich helfe dir, wo auch immer du dich grad befindest. Ich finde dich.“ Ich überlege einen Moment, dann packe ich noch ein „versprochen“ hintendran. Und wenn ich etwas verspreche, dann halte ich es auch.
Eine Stunde später erwache ich aus meiner Machttrance. Ich habe wieder von diesen Augen geträumt. Wenn ich nur wüsste, wohin diese gehören. Seit Monaten träume ich von verschiedenen Orten und immer diesen Augen. Ohne zu verstehen, zu wem sie gehören und was diese Orte genau sind, wo sie sind und vor allem, was mein Unterbewusstsein mir damit sagen will. Ist es ein Traum oder tatsächlich eine Vision. Oder möchte jemand mit mir Kontakt aufnehmen. Viele Fragen, die im Raum stehen. Ich nehme mir fest vor, beim nächsten Kontakt Fragen zu stellen. In der Hoffnung, sie würden beantwortet werden.
…….. einige Monate später…..
Dieses Mal war es anders. Ich spüre sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Farben haben sich geändert. Ein leuchtendes Blau wird zu einem dunklen Grau. Und ein leuchtendes Rot ist auf einmal fast Braun. Die Farben verblassen. Ich habe das Gefühl, die Zeit rennt und will weg. Irgendetwas seltsames passiert hier. Und dann kommen sie wieder, die Augen. Diesmal sind sie matt, grau und sehen erschöpft aus. Eine Silhouette entsteht. Es formt sich ein Gesicht zu diesen Augen und ein Körper dazu. Eine schlanke Gestalt wandelt mit traurigen Augen auf mich zu. „Gib mir einen Anhaltspunkt. Wo finde ich dich?“ Frage ich sie direkt. Ich flüstere und weiß nicht warum. Ich habe das Gefühl, sie befindet sich in großer Gefahr.
Langsam kommt die Silhouette auf mich zu. Es flüstert mir „Corstris“ zu. Ich überlege eine Weile. Corstris ist mir als Waldplanet bekannt. Es gehört zum Quelii Sektor. Ich weiß das, weil in dem gleichen Sektor auch Dathomir liegt, das System, das unter meiner Verwaltung steht.
Ich kann diesen Augen den Wunsch nicht abschlagen. Sie wirken mittlerweile kraftlos. Ich flüstere zurück „ich hole dich da raus. Warte auf mich. Gib nicht auf. Ich bin auf dem Weg.“ Und dann konzentriere ich mich auf mein Innerstes, um mich aus der Machttrance heraus zu befördern. Dieses gelingt mir recht gut. Ich bin mittlerweile geübt darin, seitdem ich täglich trainiere.
Ich befinde mich auf Dathomir. Hier haben wir noch einiges zu regeln gehabt. Die Shadow werde ich nicht mitnehmen auf dieser Tour. Das ist eine Privatangelegenheit. Hier nutze ich meinen eigenen Sith Taral, der mir schon gute Dienste geleistet hat.
… ein paar Stunden später…
Ich sitze in meinem Taral. Mit der Macht verbunden durchlaufe ich alle Kontrollen. Dann hebe ich von der Platform ab. Tamith und Jaelle wissen Bescheid und kümmern sich um alles während meiner Abwesenheit. Zuerst wollte Jaelle mich begleiten. Doch dies ist meine eigene Mission. Das muss ich alleine erledigen.
Nach einer gefühlten Ewigkeit sehe ich den grünen Horizont über dem Corstris System. Ein Hyperraumsprung hat mich hier hergebracht. Innerhalb der Sektoren ist das relativ schnell möglich. Ich schließe meine Augen und konzentriere mich auf alles um mich herum. Ich versuche herauszufinden, wo genau ich hin muss. Irgendetwas muss mich hier leiten. Ich gebe mich dem Gefühl, das sich in mir ausbreitet, hin. Es leitet mich. Die Macht leitet mich. Ich werde eins mit der Macht. Die Macht steuert meinen Jäger auf den Planeten zu. Plötzlich leuchten einige Lämpchen auf und es ertönt eine Stimme „Hier Bodenkontrolle Corstris. Identifizieren Sie sich.“
Ich erschrecke für einen Moment. Dann reiße ich mich zusammen „Sith Lady Kirana Zero. Im Auftrag des Dunklen Orden. Reine Routinekontrolle. Ende.“ Ich hoffe, dass ich überzeugend war. Es wird ruhig in der Leitung. Sekunden, die mir wie Stunden vorkommen, vergehen. Dann knackt es in der Leitung. „Landeerlaubnis erteilt. Fliegt zur Bucht 1-3-201. Das Hangarpersonal wird sich mit Euch in Verbindung setzen Mylady. Willkommen auf Corstris.“ Puuhhh… ich atme aus. Es hat funktioniert.
Ich fliege wie befohlen zu der passenden Bucht. Nachdem ich den Jäger verlasse, aktiviere ich mit der Macht den Schliessmechanismus. Niemand wird dieses Schiff betreten können, da es nur auf meine Machtsignatur autorisiert werden kann. Ich spüre bereits eine Armada an Personal auf mich zulaufen. Ihnen voran anscheinend ein Offizier. Dieser fällt fast auf die Knie vor mir „Mylady. Willkommen auf unserem bescheidenen Waldplaneten. Was können wir für Euch tun?“ Ich habe meine Robe an, die Kapuze weit ins Gesicht gezogen. Ich möchte so mystisch wie möglich erscheinen, damit sich möglichst wenige Individuen an mein Gesicht erinnern, sondern nur an meine Erscheinung.
Ich hebe die Hand „erhebt Euch. Ihr könnt mir nicht im Wege stehen. Damit erleichtert Ihr mir meine Aufgabe. Ich werde mich für maximal 3 Tage hier aufhalten. Dann habe ich weitere Verpflichtungen. Macht Euch für mich unsichtbar bis dahin. Mehr erwarte ich nicht.“ Hoffentlich nicht zu großkotzig, denke ich noch so bei mir, während er sich mehrfach verbeugt und ein „selbstverständlich Mylady. Alles was Ihr wollt.“ Und entfernt sich rasch mitsamt seiner Truppe. Ich höre noch, wie er allen zuraunt, dass sie mir nicht im Wege stehen sollen, wenn Ihnen ihr Leben lieb ist.
Dass es so einfach wird, hätte ich nicht gedacht. Umso besser. Jetzt muss ich die Person finden, der die Augen aus meiner Trance gehören. Ich verlasse den Hangar und schaue mich um. Mit einem Griff in die Macht spüre ich ein vertrautes Gefühl. Es ist fast so, als könne ich die Präsenz dieser Person spüren. So oft habe ich sie im Traum gesehen. Über Galaxien hinweg würde ich diese Präsenz finden. Es ist wie ein Wegweiser, der mich führt.
Mit Hilfe der Macht komme ich schneller voran, als ich dachte. Doch dann ist es vor mir. Ein Hindernis, welches ich nicht einfach so überwinden kann. Ich spüre deutlich, dass ich dahinter finde, was ich suche. Doch ich komme nicht rein. Es erstreckt sich vor mir eine Mauer. Nicht, dass ich nicht drüber springen könnte. Doch diese Mauern sind gut bewacht und dahinter scheint sich eine Art Zitadelle zu befinden. Mein Hauptproblem wird mir erst bewusst, als ich vor dem Eingang stehe. Ich spüre deutlich die dunkle Seite der Macht hier. Und zwar so extrem stark, dass ich Probleme habe, mich und meine Identität zu verschleiern. Zu groß ist die Versuchung, hier nachzugeben und mich einfach in die Macht einzutauchen. Doch damit würde meine Identität sofort enttarnt und ich könnte auch direkt hineinmarschieren.
Unter größter Anstrengung und mit körperlichen Kräften versuche ich die dicke Stein Tür an der Seite zu öffnen. Noch soll niemand merken, dass ich hier bin. Ich verschließe meinen Geist vor dem, was mich eventuell im Innern erwartet. Kontrolle ist hier das Zauberwort. Da ich keine Ahnung habe, wer hinter diesem Domizil steckt, muss ich die Kontrolle behalten. Das ist das oberste Ziel. Ich betrete das Gemäuer. Ich mache mir nicht die Arbeit, die Stein Tür wieder zu verschließen, da man relativ schnell bemerken wird, dass ich im Gebäude bin, ob sie offen oder verschlossen ist.
Ich muss meinen Geis verschließen, was mir jedoch auch die „einfache“ Suche nach meiner Zielperson erschwert. Denn jetzt muss ich mich auf mein inneres Gefühl verlassen. Und DAS ist längst nicht so sicher, wie die Macht. Es lenkt mich eine Steintreppe nach unten. Ich habe das Gefühl, hier richtig zu sein. Ein Gefühl von Wärme breitet sich in mir aus. Es wird stärker. Es zieht mich in seinen Bann. Und so gehe ich weiter. Die kalten, nackten Wände rechts und links von mir starren mich düster an. Ich kann keine Bedrohung spüren.
Weiter vor mir sehe ich gedämmtes Licht. Ich gehe langsam drauf zu. Ich höre Stimmen. Es wird sich unterhalten. Ich habe eine Hand automatisch am Gürtel, um mein Lichtschwert jederzeit ziehen zu können. Doch es gilt noch immer die Prämisse – keine Macht einsetzen oder darauf hinweisen solange es nicht notwendig ist. Die Stimmen unterhalten sich. Es geht um einen Kampf, den sie führten vor nicht allzu langer Zeit. Ich habe keine Zeit mich darauf zu konzentrieren. Ich weiß nur, ich muss an ihnen vorbei, ohne dass sie es mitbekommen.
Unsichtbar machen ist eine gute Idee. Doch dies ist mit der Macht verbunden. Setze ich es ein, laufe ich Gefahr entdeckt zu werden. Setze ich es nicht ein, laufe ich ebenso Gefahr entdeckt zu werden. Jetzt ist die Frage, was ist das kleinere Übel. Von den zwei Wachmännern entdeckt zu werden und sie zu überwältigen, oder von einer noch größeren Macht entdeckt zu werden und eventuell noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Da fällt mir die Wahl nicht schwer.
Ich laufe. Ich laufe als ginge es um mein Leben. Ich versuche einfach, an den Wachen vorbeizulaufen. Natürlich gelingt mir dies nicht. Die sind nicht umsonst hier. Ein großer, bulliger Typ springt sofort auf mich los, während er noch „Eddie hol Verstärkung“ ruft. Ich nehme Anlauf, schmeiße mich auf den Boden, der durch Feuchtigkeit rutschig ist. Ich rutsche durch den breitbeinig und mit beiden Armen auf mich zu hüpfenden Typen durch. Währenddessen ziehe ich aus beiden Stiefeln jeweils einen Dolch. Als ich zum Stehen komme, direkt hinter dem ersten Typen, steche ich zielgerichtet den Dolch in der linken Hand durch den Rücken dessen und treffe genau die richtige Stelle, sodass er zu keuchen anfängt und um Atem ringt.
Den zweiten Dolch werfe ich zielgerichtet auf Eddie zu, den ich am Hinterkopf treffe. Der Dolch bohrt sich durch die Geschwindigkeit direkt durch den Hinterkopf nach vorne durch. Eddie fällt und knallt dumpf auf dem Boden auf. Sein Kumpel tut es ihm gleich. Beide sind kurz darauf ausgeschaltet. Ich ziehe meine Dolche wieder raus aus den nun leblosen Körpern und stecke sie wieder in meine Stiefel. Ich werde sie sicher noch benötigen. Mein Weg geht weiter.
Es wird rutschiger unter meinen Füßen. Es bilden sich an einigen Stellen im Boden kleinere Pfützen. Die Feuchtigkeit erreicht hier unten einen Höhepunkt. Es bleibt nun eben, es geht nicht weiter runter. Auf der rechten Seite befindet sich eine Einbuchtung, eine Art Raum, eine Aushöhlung. An dieser befinden sich drei Türen. Alle drei Türen sind verschlossen und nicht zugängig. Ich lege an jede Tür meine Hand und versuche zu fühlen, ob dahinter meine Zielperson ist. Hinter keiner dieser Türen fühle ich das, was ich noch immer weiter weg fühle. Die Person ist nicht hier. Ich muss weiter.
Der Gang führt weiter. Immer wieder gibt es zwischendurch die Einbuchtungen. Und immer wieder treffe ich auf vereinzelte Wachleute. Ab und zu schaffe ich es an Ihnen vorbei ohne dass sie mich bemerken. Der eine oder andere muss jedoch sein Leben lassen, damit ich vorbeikomme. Das Gefühl wird immer stärker. Ohne das ich die Macht nutze, spüre ich diese Person. Es ist, als wäre unser Geist eins. Irgendwann, nach gefühlt stundenlangem Suchen, komme ich an einen Punkt, an dem das Ende erreicht ist. Aber hier ist keine Ausbuchtung. Keine Tür….
Dann spüre ich es. Es ist unter mir. Doch wie komme ich unten in die Steine rein? Es dauert eine Weile, bis ich links an der Wand eine Unebenheit entdecke. Es ist sehr dunkel hier unten, kein Licht. Ich werde kein Licht erzeugen, welches auf mich aufmerksam machen könnte. Ich untersuche die Unebenheit an der Wand, die sich als Mechanismus entpuppt. Ich betätige diesen und vor mir öffnet sich die Wand. Sie öffnet sich einfach so. Eine Treppe erscheint und führt mich nach unten. Seltsamerweise gibt es hier alle paar Schritte eine Fackel, die leuchtet. Weiter unten sind mehrere Stimmen zu hören. Hier sind anscheinend mehr Wachmänner als oben. Ich spüre deutlich, dass mein Weg mich hier durch führt. Ich muss darunter und die Wachmänner töten. Ich überlege, wie ich es möglichst kurz und schmerzlos erledigen kann. Da fällt mir die Rauchbombe ein. Ich setze mir meine Maske auf und lass die Rauchbombe gezielt zwischen die Menge an Wachmännern rollen. In dem Moment, als alle vier hier unten um die Bombe herum stehen und rätseln, was das wohl sei, aktiviere ich den Mechanismus und die Bombe geht hoch. Weißer Rauch steigt auf und nimmt ihnen die Sicht und den Atem. Ich schlängle mich durch die Reihen und töte einen nach dem anderen. Schnell und unkompliziert, so wie ich es auf der Akademie gelernt habe vor vielen Jahren und es seit Jahren praktiziere, wen es notwendig ist.
Dann ist es soweit. Ich fühle es deutlich. Dazu kommt, dass die dunkle Energie anfängt, an meinem Dasein zu fressen. Ich kann sie nicht viel länger von mir fernhalten. Einfach alles in mir schreit danach, die Energie aufzunehmen und in Kraft umzuwandeln. Ich spüre, wie mir schwindelig wird. Ich stehe kurz davor, alles zu riskieren und die dunkle Macht um mich herum aufzusaugen. Ich weiß, dass ich es will. Doch mein Verstand rät mir noch eine Weile zu warten. Übe dich in Geduld, schreit er meinem Gefühl der dunklen Macht gegenüber entgegen. Geduld. Ein Wort, das in der Zeit existiert. Und wieder ist sie da. Mein Feind, die Zeit. Sie arbeitet gegen mich.
Der Rauch der Rauchbombe verzieht sich langsam. Die Wachmänner liegen auf dem Boden. Sie sind eliminiert worden. Von mir persönlich. Mit jedem Leben, das ich auslösche, fühle ich mich ein Stück besser. Ich habe Gerechtigkeit getan. Diese Menschen hier haben Unrecht getan. Sie haben sich beteiligt und das macht sie zu Tätern. Demzufolge habe ich dem Wunsch des Ordens entsprochen und die Welt ein Stück gereinigt.
Nun ist es soweit. Ich lege meine Hand an die letzte Tür, die es hier gibt. Und das Gefühl ist sofort da. Als würde es mich direkt anfassen. Ich schließe die Augen. Es ist so intensiv. Ich weiß nicht, ob ich die Macht genutzt habe oder aber mein Gefühl stark genug war. Ich riss das Schloss von der Tür, stemmte die schwere Eisentür auf und dann sah ich sie. Ich sah direkt hinein in die blauen Augen. Diese Augen, die mich seit Monaten in den Träumen verfolgen. Diese Augen, die sonst leuchtend blau, doch mittlerweile schwach grau sind. Sie sehen jetzt erschreckt aus, weit aufgerissen und doch irgendwie erleichtert….
To be continued….


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

7. März 2018
#2
Ort: Quelii Sektor - Corstris
Zeit: Jahr 23 nach Endor





Die Zeit scheint still zu stehen. Geht das? Kann die Zeit stehenbleiben? In diesem Moment habe ich genau das Gefühl sie steht still. Ich wage nicht zu atmen. Tief einatmend und auf diese Augen starrend bewegen sich meine Hände zu meiner Kapuze und ziehen diese im Zeitlupentempo nach hinten, um mein Gesicht zu zeigen. Wie selbstverständlich will ich mich der Person zeigen. Wo ich mich bisher eher verstecken wollte, will ich jetzt alles offenlegen, was zu mir gehört. Ich habe ein inneres Bedürfnis, das ich so nicht kenne. Ich habe noch nie so etwas gefühlt wie in diesem Moment. Ganz langsam atme ich aus, schaue in das Augenpaar vor mir, dass mir auf einmal sehr schüchtern und zurückhaltend entgegenblickt. Langsam erkenne ich die Konturen. Ein zartes Gesicht. Langes, blondes Haar, das an den Seiten über die Schultern herunterhängt. Es ist ein weibliches Wesen, das hier vor mir sitzt, auf einer Pritsche, welche mit einem ehemals weißem Tuch überdeckt ist.
Die Frau vor mir steht auf. Sie trägt ein dunkles, langes Kleid, welches verschmutzt und zerrissen wirkt. Sie sieht sehr erschöpft aus. Sie hat ungefähr meine Größe. „Du bist wirklich gekommen.“ Höre ich nun ihre Stimme direkt vor mir. In dem Moment sackt sie in sich zusammen und wird bewusstlos.



Ich springe vor, intuitiv, fange den erschöpften Körper auf. „Ich habe es versprochen. Ich werde dich hier rausbringen. Egal was es kostet.“ Sage ich zu ihr und hieve sie hoch. Mit der leblosen Frau auf meinem Arm, deren Identität mir noch immer fremd ist, verlasse ich dieses Verlies auf dem gleichen Weg, auf dem ich reingekommen bin. Aus welchen Gründen auch immer begegnet mir kein Wachmann auf meinem Weg nach draußen. Nun, wo ich sie sicher bei mir habe, greife ich auf die Macht zurück. Ich muss nur bis zu meinem Schiff kommen.



Nachdem ich die Stein Tür passiert habe, die mich in dieses Verlies brachte, lasse ich diese hinter mir knarrend zufallen mit einem Machtstoß. Jetzt ist mir egal, ob man mich erkennt. Ich öffne mich in der Macht, diese Macht, die hier so stark ist an diesem einen Ort und ziehe alle Energien ab, die ich kriegen kann. Ich spüre wie ich stärker werde, wie meine Kraft wieder zurückkehrt und das zusätzliche Gewicht auf meinen Armen plötzlich federleicht wird. Sie ist noch immer ohne Bewusstsein.



Zu meiner, nein zu unserer Sicherheit bilde ich eine Machtblase um uns herum, sodass niemand durchdringen kann. So schreite ich über den Platz durch die Festung und niemand hält mich auf. Ich fühle mich großartig. Ich spüre von der Festung auch keinen Widerstand. Irgendetwas ist hier ober faul. Doch das stört mich grad nicht. Ich möchte nur weg hier, mit ihr. Und herausfinden was passiert ist. Ich laufe mit ihr auf dem Arm weiter bis wir die Festung komplett hinter uns gelassen haben und durch ein waldiges Gebiet gehen. Viel Wald gibt es hier. Nicht verwunderlich für einen Waldplaneten.



Ich suche einen Platz, der geschützt durch die momentan kühl wütenden Stürme liegt. Mit Moos bewachsene Haine laden zum Ausruhen ein. Dieses Fleckchen hier ist geradezu ideal. Ich lege den noch immer leblosen Körper der Frau in das Moosbett. Ich setze mich daneben und beobachte sie. Ihre Züge im Gesicht sind gezeichnet von dem Martyrium, dass sie hinter sich hat. Ich erkenne auch ein zartes Wesen darunter. Sie muss gelitten haben. Doch damit ist jetzt Schluss. Ich nehme mir in diesem Moment vor, egal was mir in diesem Universum noch begegnen wird, ich beschütze dieses zauberhafte Wesen vor allem was ihr nicht gut tut.



Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich so gesessen und sie beobachtet habe. Es wurde dunkel und wieder hell. Sie schläft tief und fest. Ich lege meine Hand vorsichtig auf ihren Arm und schließe die Augen. Ich checke mental ab, wie ihre Lebenszeichen sind. Sie ist schwach, aber sie lebt. Das ist das wichtigste. Ihr Körper erholt sich. Langsam sehe ich, wie die Farbe in ihren Körper zurückkehrt. Stück für Stück wird die weiße, farblose Haut wieder etwas rosiger. Ihr Gesicht nimmt wieder eine normale Farbe an und die Lippen strahlen wieder in ihrem mir aus den Meditationen bekannten Rot. Nachdem am zweiten Tag die Dämmerung einsetzte, öffneten sich diese wundervollen Augen wieder.



Anfangs panisch, dann schnell beruhigend schauten zwei funkelnde, tiefblaue Augen auf mich. Die Mundwinkel zogen sich ein minimales Stückchen nach oben. Lächelt sie etwa? Es sieht aus als geht die Sonne auf, dabei geht sie grad unter. „Du hast…“ haucht sie, ich lege einen Finger auf ihren Mund und stoppe sie „du bist schwach. Du musst jetzt nicht reden. Warte einfach bis du kräftig genug bist. Hier nimm das!“ Ich reiche ihr eine alte Feldflasche, die etwas Kometenwasser enthält. Es wird sie zusätzlich stärken. Es kommt aus den Quellen von Nentan, angereichert mit Mineralien von Manaan. Etwas Besseres gibt es nicht an Qualität des Wassers.



Sie trinkt langsam, Schluck für Schluck und beobachtet mich dabei. Ihre Augen mustern mich. Ich spüre in dem Moment, dass ich noch immer meine Kampferscheinung aktiviert habe. Ich beruhige mich, kontrolliere meinen Herzschlag und fahre mich einen Gang runter. Meine Augenfarbe switched von dunkelviolett zu einem dunkelbraun, fast schwarz. Mein Gesamterscheinung wirkt nun ruhiger und entspannter als noch vor einigen Minuten. Ihr scheint es gut zu gehen, wir sind hier an einem relativ ruhigen und sicheren Ort.



Sie schaut mich an. Ihre Auge fixieren mich. Ein leicht angedeutetes Lächeln huscht über ihr Gesicht. „Danke“ sagt sie und reicht mir die Flasche zurück. Ich nicke ihr zu. „Du hast lange geschlafen. Ich hoffe es geht dir auch besser.“ Ich taste mich langsam vorwärts. Sie lächelt mich jetzt an und nickt „ja das habe ich. Die letzten Wochen und Monate waren sehr anstrengend. Aber sag mir, wer genau bist du und warum hast du mich gerettet?“ Kurz darauf fügt sie noch hinzu „ich weiß, dass ich dich in meinen Träumen immer gesehen habe, jedoch weiß ich nicht wer du bist und warum ich dich gesehen habe.“



Ich räuspere mich. Dann beginne ich zu erzählen „warum ich dich gesehen habe, das kann ich dir nicht beantworten. Ich weiß nur, nach den ersten Malen habe ich direkt nach dir gesucht. Immer wieder kriegte ich den Input von dir und wollte dir helfen. Erklären kann ich es wirklich nicht. Es ist ein Gefühl.“ Ich versuche, genau das Gefühl zu vermitteln. Sie schaut mich weiter interessiert an. Ihre Augen strahlen so hell wie Saphire. „Und als du beim letzten Mal Corstris sagtest, da wusste ich, ich muss dich finden. Ich bin sofort aufgebrochen. Und hier bin ich. Zu mir persönlich. Mein Name ist Kirana. Ich komme von Dathomir, weshalb ich dich schnell finden konnte. Wir befinden uns im gleichen Sektor. Warum ich dich gerettet habe? Weil…“ ich verstumme. Ja warum – die Frage ist berechtigt. „Du fragst mich warum ich das tue? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Es ist ein Gefühl in mir, das mir sagt, ich muss es tun. Ich kann mich dagegen nicht wehren.“ Betroffen schaue ich nach unten während ich das sage.



Plötzlich spüre ich ihre zarten Finger, wie sie sich unter mein Kinn legen und dieses zu sich hochziehen. Nun schaue ich direkt in ihre blauen Augen. Ich muss schlucken. Ihre Augen, ihr Gesicht, einfach ihre gesamte Aura zieht mich in ihren Bann. Sie lächelt mich an „danke Kirana von Dathomir. Ich bin Kara. Kara von Corstris. Und ich befinde mich seit gut einem Jahr hier in Gefangenschaft. Ich korrigiere – ich befand mich. Meine Träume waren das Einzige, was mir geholfen hat, das zu überleben. Du hast mich befreit, doch sind wir nicht sicher. Nicht, solange wir uns hier aufhalten.“ Dann verdunkelt sich ihr Gesicht „nicht solange ich existiere“ fügt sie hinzu. Ich greife mit meiner Hand nach ihrer unter meinem Kinn und halte sie fest. Mein Blick in diese wundervollen Augen bleibt beständig. „Warum ist das so? Und wie kann ich dir helfen?“ frage ich sie. Nun ist es an ihr, nach unten zu schauen, den Blick zu senken und fast flüsternd zu verlauten „er wird mich nie gehen lassen. Er wird uns folgen. Er wird uns finden. Weißt du, warum er mich hat gehen lassen jetzt?“ Nun schaut sie mich wieder direkt an. Ihre Augen funkeln teils traurig, teils wütend. „Er spielt mit mir. Mit dir, mit uns. Er wird uns finden, wenn er es für wichtig hält. Beim letzten Mal war ich 7 Tage weg. Dann fand er mich. Ich kam nicht weit. Die gesamte Besatzung des Schiffes, auf dem ich mich versteckte, hat er getötet. Ich werde für ewig hier sein müssen. Daher bitte ich dich, bring mich zurück. Er wird dich sonst töten. Lieber habe ich dich nur in meinen Träumen dabei, als zu wissen dass du tot bist.“ Jetzt sieht sie betroffen und sehr traurig aus. Sie nimmt ihre andere Hand und streichelt mir über die Wange.



Ein Lächeln huscht über mein Gesicht „keine Sorge Kara von Corstris. Bei mir bist du sicher.“

To be continued…


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

8. März 2018
#3
Ort: Quelii Sektor - Corstris
Zeit: Jahr 23 nach Endor



Ich schaue sie an. Sie schaut mich an. Kara vo Corstris. Sie sieht so zerbrechlich aus. Doch ich spüre deutlich ihre innere Kraft. „Und jetzt erzähle mir, Kara, wer ist ER und was will er von dir?“ Kara scheint erst etwas verlegen zu erscheinen, dann spüre ich deutliche Wut in ihr und dann sprudelt es aus ihr heraus. Es ist ihr Vater, ein einflussreicher Magnat. Er besitzt mehrere Mienen und unterhält dubiose Geschäfte. Er hat sie eingesperrt, weil sie – Kara – ihr Leben führen wollte wie sie es für richtig hält. Ihre Mutter lebt nicht mehr. Sie starb vor einigen Jahren. Ihr Vater ist sowas wie der Herrscher von Corstris. Sie stammen von einem alten Haus ab. Ihr Vater war schon immer so herrschsüchtig. Er will, das Kara eines Tages sein Geschäft übernimmt. Er hat bereits einen Ehemann für sie arrangiert und ihr komplettes Leben vorgeplant. Doch Kara will nicht. Sie möchte frei sein, reisen und ihre eigenen Entscheidungen treffen. Er beschimpft sie ständig, sie werde ihrer Mutter immer ähnlicher.



Ich höre Kara in Ruhe zu. Sie erzählt mir alles, was sie grad beschäftigt. Und am Ende meint sie dann „und wie willst du so jemanden aufhalten? Du bist nur eine Person. Du bist etwas Besonderes, das kann ich spüren. Doch du bist allein. Er hat eine ganze Armee.“ Mein Lächeln wird ein Lachen. „Meine liebe Kara.“ Beginne ich und schaue sie ebenfalls direkt an. „Ich habe keine Angst. Vor niemandem. Ich bin nicht so hilflos wie du vielleichte denkst. Als Systemlady von Dathomir, Mitglied im Council of Lords und somit dem Dunklen Orden zugehörig, habe ich als Sith Lady galaxieweit den Respekt auf meiner Seite. Was mich mehr interessiert – die Festung, in welcher dein Vater dich versteckt hat. Dort kann ich deutlich die dunkle Macht spüren. Wenn er selbst kein machtbegabtes Wesen ist, wo kommt sie dann her?“



Jetzt ist es an Kara, zu lächeln. „Das alles hier gehörte meiner Mutter. Sie ist … nein sie WAR die Lady von Corstris. Er hat sie ausgetrickst und wahnsinnig gemacht. Sie hat sich irgendwann das Leben genommen. Sie war mächtiger als er. Sie hatte Kraft, die ich nicht kenne. Sie konnte mit ihren Gedanken Wände bewegen und mich durch die Luft rotieren lassen. Das hat mir als Kind sehr viel Spaß gemacht.“ Kara beginnt zu strahlen, ja fast aufzuleuchten bei dem Gedanken an ihre Mutter. Dann führt sie fort „ich weiß nicht was eine Sith Lady oder ein Council ist. Du scheinst so einen Posten wie meiner Mutter hatte inne zu haben. Welche Vorteile bringt dir dies gegenüber meinem Vater? Er kann dich genauso zerstören wie er sie zerstört hat.“ Jetzt schaut sie mich fordernd an. Ich atme tief durch. „Zuerst einmal habe ich wohl doch etwas mehr Macht als deine Mutter hatte…. Ich möchte sie dadurch nicht abwerten entschuldige. Ich praktiziere seit vielen Jahren die Dunkle Macht und bin eine sehr starke Machtnutzerin. Ich wurde durch die Ordensleiterin persönlich, bekannt als Darth Marae, ausgebildet. Die Macht ist stark in mir. Wenn ich sie genutzt hätte, die aus dem Tempel zu holen, dann wärst du noch schneller befreit gewesen. Jedoch spüre ich auch andere Machtnutzer und –orte. Und um nicht aufzufallen, habe ich mich sozusagen hinter meiner Macht versteckt, habe sie verschleiert.“



Kira schaut mich an und lächelt. „Das hört sich an, als hätten wir tatsächlich eine Chance hier weg zu kommen. Wie weit kannst du fliegen? Hast du ein Transportschiff?“ Ich lächle zurück und nicke ihr zu „es ist kein reines Transportschiff. Es ist ein Sith Taral, ein Jäger. Eigentlich ist er nur für eine Person. Ich habe ihn modifiziert. Er kann 2 Personen und Lebensmittel für mehrere Tage beherbergen. Er steht im Hangar. Das Personal dort war sehr…. Nun sagen wir mal angetan von meiner Ankunft. Ich habe mich für 3 Tage angemeldet. Die sind nun auch fast rum. Also. Kara von Corstris. Möchtest du mich auf meiner weiteren Reise begleiten? Ich verspreche, dass ich dich beschützen werde und dir nichts passiert, solange du dich in meiner Nähe aufhältst.“ Kara überlegt nicht lange, sondern nickt mir zu „unter diesen Voraussetzungen komme ich gerne mit. Ich will nur nicht, dass dir etwas passiert Kirana.“ Daraufhin steht sie auf, stellt sich vor mir hin und reicht mir ihre Hand. Ich nehme diese.



Wir nicken uns zu. Dann gehe ich vor, sie folgt mir. Wir gehen in Richtung des Raumhafens. Ich möchte diesen Ort so schnell wie möglich verlassen. „Kara? Kennt dich das Personal am Raumhafen?“ Kara kaut sich kurz auf der Lippe herum. Dabei sieht sie nachdenklich aus. Sehr bezaubernd. Dann zuckt sie mit den Schultern „ich kann es dir nicht sagen Kirana. Ich war jetzt fast ein Jahr nicht mehr draußen. Ich weiß nicht wer dort ist. Normal kennen alle die Tochter von Mantu und Iris von Corstris. Mehr weiß ich nicht.“ Ich nicke ihr zu. „gut, dann werden wir unerkannt abreisen. Ach und Kara?“ Sie schaut mich an „ja?“ ich lächle. „Nenn mich Kira.“ Sie lächelt auch. Dann laufen wir los.



… beim Raumhafen …



Ich zeige in Richtung Hangar 1-3-201, wo mein Taral steht. „Siehst du den Hangar? Dort drüben ist mein Jäger. Wir müssen da unbemerkt hinkommen. Beziehungsweise du musst unbemerkt durchkommen. Ich habe da eine Idee.“ Ich schaue ihr direkt in die Augen. „Ich weiß es ist schwer für dich. Aber vertraust du mir? Zumindest soweit, dass ich dich hier sicher rausbringe?“ Ich sehe wie Kara schluckt, dann aber tapfer nickt „ja Kira. Ich vertraue dir. Sag mir nur was ich machen muss.“ Ich nicke ihr zu. „Okay. Folgendes. Ich werde eine Illusion erzeugen.“ Auf Karas fragenden Blick hin beschwichtige ich sie „keine Angst. Das tut nicht weh. Ich kann den Raum um uns herum beeinflussen. Sodass ich jedem, der uns begegnet vorspielen kann, dass ich allein hier bin und du nicht bei mir. Du wirst praktisch unsichtbar für die anderen. Verstehst du was ich meine?“ Kira lächelt etwas. „Das erinnert mich an meine Mutter. Manchmal haben wir uns unsichtbar gemacht und in der Küche Leckereien genascht. Die Küchenfrauen waren immer sehr erstaunt, wie Stück für Stück vom Buffet verschwindet und im Nichts landet. Mom konnte das auch. Ja ich vertraue dir.“ Ich atmete tief ein und aus. Es war gut, dass sie mir vertraute. Das war sogar die Grundvoraussetzung. Andernfalls könnte so eine Machtillusion schnell verschwinden und dann wars das.



„Bleibe immer links von mir. An meiner Seite. Weiche nicht ab. Ich kann dir nicht meine Hand geben, weil das auffallen würde. Von daher bleib einfach neben mir. Rechts verabschiede ich die Hangarkontrolle. Also bleib auf der linken Seite. Und gebe keinen Ton von dir. Absolute Stille und leise gehen.“ Kara nickt mir zu. Und wir gehen los. Zusammen. Sie neben mir. Ich #konzentriere mich in der Macht, um die Illusion aufrecht zu erhalten. Um Kara herum lasse ich die Umgebung mit ihr verschmelzen. Ich setze meine Kapuze wieder auf und switche in den Kampfmodus. Im Notfall würde ich uns ohne Probleme verteidigen können. Ich spüre Kara neben mir. Sie versucht sogar flach zu atmen. Wir betreten den Hangar. Anscheinend werden wir beobachtet, denn sofort kommt jemand vom Hangarpersonal auf uns zu. Jetzt wird sich zeigen, wie gut meine Machtillusion wirklich ist.



„Mylady. Ihr seid von Euren Geschäften zurück. Was kann ich für Euch tun?“ Kira lächelt. Perfekt. „Ihr könnt mir aus dem Weg gehen. Das habe ich bereits bei meiner Ankunft gesagt. Ich werde abreisen. Ich möchte nicht gestört werden.“ Der kleine Wurm da vor mir will bestimmt keine Demonstration meiner Macht. Er verneigt sich fast bis zum Boden und verzieht sich dann mit den Worten „sehr wohl Mylady. Der Hangar ist geöffnet. Ihr könnt abreisen, wie ihr wünscht Mylady.“ Ich spüre deutlich die Erschrockenheit bei Kara über meinen Ton und meine Art und Weise dem Arbeiter gegenüber. Sie hat mich bisher nur kurz erlebt dort im Wald. Wo ich sanftmütig und ruhig war. Dies hier ist neu für sie.



Wir gehen weiter in Richtung des Hangars, nachdem der Mitarbeiter sich entfernt hat und versucht, dass uns nichts im Wege steht. Ich versuche mich innerlich zu beruhigen. Warum auch immer, Kara spürt genau was in mir vorgeht. Muss an der Machtillusion liegen. Auf unserem Weg haben wir vorerst keine weiteren Störfaktoren und kommen sicher im Hangar an. Ich helfe Kara in den Taral auf den Notsitz. Alles möglichst so, dass niemand merkt, dass sie bei mir ist. Denn ich habe keine Ahnung, wie weit überwacht dieser Teil des Hangars ist.



Froh bin ich, als ich selbst im Cockpit meines Tarals sitze, die Triebwerke starte und mir die Starterlaubnis über das Panel erteilt wird. Doch erst mit Eintritt in die Atmosphäre hebe ich die Machtillusion auf und mache Kara wieder sichtbar. Ich spüre deutlich ihre Unsicherheit. Sie atmet stoßweise und schaut zu mir. „Hey, alles ist gut. Wir haben den Planeten verlassen. Wir sind auf dem Weg nach Dathomir. Du bist in Sicherheit. Du brauchst jetzt keine Angst mehr haben. Ich werde dich beschützen.“ Ich rede ruhig auf sie ein, während der Bordcomputer die Route für den Hyperraumsprung berechnet. Ein kurzer Piepton signalisiert mir, dass die Route fertig berechnet ist. „Wir werden jetzt in den Hyperraum übergehen. Es wird nur ein kurzer Sprung, da Dathomir ein Nebensystem ist. Von daher entspanne dich. Wir werden bald auf Dathomir ankommen.“ Ich lächle ihr zu, wie es in der Enge des Tarals möglich ist. Dann starte ich den HY-Sprung und der Raum um uns herum verschwindet im Nichts.



To be continued…


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

9. März 2018
#4
Ort: Quelii Sektor - Dathomir
Zeit: Jahr 23 nach Endor



Mit einem kurzen Ruck springt der Taral aus dem Hyperraum. Das verzerrte Außenbild wird zu einem dunklen Raum. Fern am Horizont ist ein Planet erkennbar, um den einige Monde kreisen. Das Dathomir System. Sofort piept meine Konsole. Dathomir ist komplett abgesichert. Dafür habe ich gesorgt. Der Dunkle Orden hat seine Hand über dem Planeten und die Orbitwache kontaktiert sofort meinen Taral. Ich sende meine Kennung rüber und die Information, dass wir von Corstris kommen.



Im Orbit über Dathomir kreist die Sith Reaper Shadow. Das Schiff, mit dem ich sonst unterwegs bin. Ich spüre neben mir, wie Kara erstarrt. „Hey, wir sind fast da. Da vorne siehst du das Schiff mit dem ich sonst unterwegs bin. Das ist ein Sith Reaper. Er heißt passenderweise Shadow. Ich bin im Namen des Dunklen Ordens in den Weiten der Galaxie unterwegs und erfülle Aufträge. Ich warte jetzt auf die Freigabe, dass ich auf der Shadow landen darf auf meinem Privathangar. Von dort werden wir erst einmal auf die Krankenstation gebracht.“ Ich spüre deutlich, wie sich Angst in Kara breit macht. „Keine Angst. Es ist nur eine Vorsichtsmaßnahme. Und die gilt für uns beide. Wir kommen von einem anderen Planeten und man möchte hier keine fremden Keime oder Viren einschleppen. Aus diesem Grund kommen wir auf die Quarantäne Station. Dort werden wir uns maximal 24 Standardstunden aufhalten müssen. Wenn alles okay ist, können wir uns dann frei auf dem Schiff bewegen.“ Ich schaue eben zu Kara rüber. Sie wird etwas ruhiger.



„Dazu kommt, das ich sicher schon zurück erwartet werde. Eine meiner Schwestern, Jaelle, wird sicher schon warten. Sie hat mich vertreten zusammen mit ihrer Mutter während ich bei dir war.“ Kara schaut mich ungläubig an „du hast Schwestern? Seid ihr eine große Familie? Und ist ihre Mutter dann nicht auch deine Mutter?“ Ich lache los, dann werde ich Ernst. „Nein Kara. So meinte ich das nicht. Sie ist eine der Nachtschwestern von Dathomir. Wir stammen alle vom gleichen Clan ab. Dort nennen wir uns dann Schwestern. Wir sind biologisch nicht verwandt. Jedoch möchte ich dich jetzt nicht mit Informationen zuschütten. Besser ist, du machst dir erst einmal ein Bild von dem, was du siehst und sobald Fragen aufkommen, fragst du mich. Ich werde nicht von deiner Seite weichen, hörst du?“ Kara nickt mir zu.



Ich bekomme die genauen Daten für die Ankunft und das Signal, dass wir landen dürfen. Ich #greife in der Macht voraus und spüre auch schon Jaelle, die wieder weiß, dass ich zurück bin. Sicher lande ich den Taral auf meinem Privathangar. Langsam öffnet sich das Machtschloss und ich stehe auf. „Komm nach mir runter Kara. Bitte langsam und vorsichtig, damit du dir nichts tust.“ Ich springe mithilfe der Macht vom Taral und komme sanft auf. Kara klettert nach mir vorsichtig aus dem Jäger und versucht sich krampfhaft festzuhalten. Ich muss lächeln. Sie ist sehr schwach zurzeit. Ich #greife nach ihr und #hieve sie sanft nach unten. Ein kurzer Aufschrei von ihr, da sie den Machtgriff nicht gewöhnt ist, und dann landet sie in meinen Armen. Nun lächelt sie mich an. Selbst ihre blauen Augen lächeln. Das ist so bezaubernd. Wie kann man einem solchen bezauberndem Wesen nur sowas schreckliches antun?



Ein Medidroide kommt direkt auf uns zu „Myladys. Bitte folgen Sie mir zur Krankenstation. Es ist alles für sie vorbereitet.“ Ich nicke dem Droiden zu. Dann lasse ich Kara runter. Sie greift meine Hand, lächelt mich an und meint „so gefällt mir das.“ Ich lächel zurück. Ich folge dann dem Droiden und sie bleibt an meiner Hand und geht mit mir, während sie sich staunend umschaut, auf der Shadow.



To be continued…


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

12. März 2018
#5
Ort: Quelii Sektor - Dathomir
Zeit: Jahr 23 nach Endor



auf dem Sith Reaper Shadow
Krankenstation



Ich sitze in der KS auf einer Pritsche und beobachte Kara. Sie liegt in einem der Betten und schläft. Ihre Gesichtszüge sehen entspannt aus. Ihr welliges Haar verdeckt einen Teil des Gesichtes. Dennoch sind die zarten Lippen und ein Teil des perfekten Gesichtes sichtbar. Sie ist so k.o. von den Strapazen der Gefangenschaft. Ich gehe zu ihr rüber. Sanft streiche ich vorsichtig mit einem Finger die Strähne aus ihrem Gesicht. Sie bewegt sich kurz, atmet tief ein und aus, dann schläft sie weiter. Bis morgen müssen wir noch hierbleiben. Wir haben vorhin erst einmal etwas zu essen bekommen und es wurden die üblichen Maßnahmen ergriffen zur Vorbeugung von Seuchen.



Kara und mir wurde Blut abgenommen, welches jetzt im Labor untersucht wird. Wenn alles okay ist, sind wir morgen dann hier raus und sie kann sich auf dem Schiff und natürlich auch unten auf dem Planeten umsehen, wenn sie es möchte.



Ich setzte mich am Fußende des Bettes hin und beobachte Kara weiter. Sie scheint zu träumen. Manchmal lächelt sie im Schlaf. Und dann wieder verzieht sich ihre Stirn und sie sieht ängstlich und verstört aus. Doch am Ende schläft sie ruhig. Ich kann nicht schlafen. Zu sehr bin ich damit beschäftigt darüber nachzudenken, was das alles hier bedeutet. Ist es eine Prüfung? Doch wie sieht dann das Ende aus? Was ist das Ziel dieser Prüfung? Ich würde zu gerne mit Jaelle sprechen. Doch noch dürfen wir nicht in Kontakt kommen. Erst wenn wirklich sicher ist, dass wir clean sind.



Ich bin etwas unsicher. So etwas ist mir noch nie passiert. Dieses Gefühl, wenn Kara in meiner Nähe ist, das ist etwas bekanntes. Es fühlt sich gut an. Genauso wie nachhause kommen. Ich spüre eine Art Verbundenheit zu ihr, wie ich es zu niemandem sonst bisher gespürt habe. Es war schon eine Verbindung da, bevor wir uns begegnet sind. Es muss einen Grund dafür geben, dass ich monatelang von ihren Augen und dann ihrem Gesicht geträumt habe.



Dennoch bin ich verwirrt. Wenn es nur ein Test ist, eine Aufgabe, dann wird sie irgendwann erledigt sein und das heißt, ich muss Kara irgendwann gehen lassen. Das möchte ich nicht. Andererseits, wenn diese Aufgabe darin besteht, für sie da zu sein und ihr all das zu geben, was sie braucht, dann würde es länger sein. Vielleicht für immer? Hmm… diese beiden Worte sind so bedeutend und weitläufig. Ich mag eigentlich nicht drüber nachdenken. Doch ich kann es nicht verhindern. Ich muss drüber nachdenken.



Kara von Corstris. Dieser Planet ist ein Rätsel für sich. Ich werde dafür sorgen, dass es Kara gut geht. Ich werde sie verteidigen, werde sie schützen. Egal was passiert, ihr darf nichts schlimmes widerfahren. Und wenn ich mein Leben dafür geben muss. Das ist etwas, dass ich mir geschworen habe, ab sofort.



Ich sitze mit verschränkten Beinen am Fußende ihres Bettes und beobachte sie die ganze Zeit. Bis sie plötzlich das Gesicht verzieht, etwas murmelt von „nein, lass das. Ich will das nicht.“ Und um sich schlägt. Mithilfe der Macht springe ich auf, halte ihre Arme fest und versuche sie zu beruhigen. „Kara. Wach auf! Alles ist gut.“ Mit einem Ruck sitzt sie im Bett. Ich springe hinter sie, damit sie sich nicht weh tut und schlinge beide Arme um sie. Ich flüstere ihr ins Ohr, während sie aufschreit „hey… ganz ruhig. Ich bin bei dir. Alles wird gut.“ Sie atmet schnell und ungleichmäßig. Ich versuche sie zu beruhigen, was nicht so einfach ist. Sie ist unheimlich kräftig, was man ihr kaum ansieht. Auf einmal schaut sie mich entgeistert an. Sie realisiert, dass sie jetzt wach ist und nicht in Gefahr. „Was ist los? Wo bin ich?“ Ich lasse sie los und schaue sie an. Dann streichle ich mit meiner linken Hand über ihre Wange und schaue direkt in ihre blauen Augen „du bist hier auf dem Sith Reaper Shadow. Ich habe dich gerettet. Du hast geträumt. Alles wird gut Kara. Ich passe auf dich auf. Es wird dir nie wieder etwas schlimmes passieren. Das verspreche ich dir.“ Ich muss schlucken. Habe ich ihr das jetzt wirklich versprochen und laut ausgesprochen? Ich glaube ja. Sie atmet etwas ruhiger. Dann hält sie meine Hand an ihrem Gesicht fest. Unsere Gesichter sind unmittelbar dicht voreinander. Ich habe das Gefühl, sie schaut mir direkt in meine Seele. Dann flüstert sie „halt mich bitte fest.“ Ich schlucke nur und nicke ihr zu. Dann lege ich mich auf das Bett. Sie legt sich neben mich. Ich nehme sie fest in den Arm. Ihr Haar streiche ich zur Seite, so ruht nun ihre Stirn an meiner Wange. Es ist ein überwältigendes Gefühl. Sie riecht so gut. Ich schließe die Augen und atme tief ein. Sie tut es mir gleich. Sie hält meine Arme fest, die sie umschlingen. Einen Moment später ist sie eingeschlafen. Ich höre ihren regelmäßigen Atem.



Dieses Gefühl werde ich in meinem Leben nie vergessen. Ihr ruhiger und sanfter Atem sorgt dafür, das auch ich kurz darauf einschlafe.



To be continued…


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

13. März 2018
#6
Ort: Quelii Sektor - Dathomir
Zeit: Jahr 23 nach Endor



auf dem Sith Reaper Shadow
Krankenstation



Ich werde wach durch die Geräusche um uns herum. Es wird desinfiziert und gereinigt um uns herum. Eine der Ärztinnen kommt kurz darauf auch zu uns. „Guten Morgen Myladys. Die Ergebnisse sind da. Ihr seid clean. Wenn Ihr möchtet, könnt Ihr Euch nun frei auf dem Schiff bewegen. Die Ergebnisse der Untersuchungen liegen Euch auch vor Mylady.“ Wendet sie sich dann direkt an mich. Kara erwacht nun auch und schaut sich um. Sie liegt noch immer in meinen Armen. Anscheinend haben wir beide die Nacht so gemeinsam verbracht. Wir waren beide erschöpft von der Tortour. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so lange und tief schlafen könnte. Doch mit Kara in meinem Arm ist mir das leicht gefallen.



Ich nicke der Ärztin zu „vielen Dank. Wir werden die Krankenstation gleich verlassen.“ Die Frau winkt ab „macht Euch kein Stress Mylady. Wir haben alle Zeit der Welt. Es wäre dienlich, wenn Ihr innerhalb der nächsten 2-3 Tage unten auf Dathomir erscheint. Doch die junge Schwester Jaelle wird Euch über alles informieren sobald es notwendig ist.“ Wieder benicke ich dies und dann schaut mich Kara total verschlafen an. „Hey. Wir haben lange geschlafen. Wir dürfen jetzt die Krankenstation verlassen.“ Ich halte sie noch immer im Arm. Sie lächelt mich leicht an „irgendwie fühle ich mich ausgeruht. Es war eine wundervolle Nacht. So gut habe ich seit Jahren nicht geschlafen. Ich habe nicht einmal geträumt.“ Verträumt schaut sie nun mich an. Ich fühle mich super. Ich habe das Gefühl, meine Energien wurden komplett aufgeladen.



Nach einer kurzen Kuscheleinheit stehen wir beide auf und verlassen Hand in Hand die Krankenstation. Neugierig schaut sich Kara um. Als wir herkamen, war sie viel zu schwach um ihre Umgebung wahrnehmen zu können. Jetzt scheint sie auch ausgeruht zu sein. Ihre Augen leuchten strahlend hell. Sie sieht jetzt neugierig und aufgeweckt aus. Dies signalisiert mir, dass ich alles richtig gemacht habe.



Wir schlendern den Gang entlang. „Lass uns zuerst in meinem Quartier vorbeischauen. Mein kleiner Floppy wird sich bestimmt freuen, mich wieder zu sehen. Er ist ein mutierter Shyrak. Er ist ganz klein und versteckt sich normal in meiner Robe. Er liebt es zu fressen. Und dort habe ich auch noch neue Uniformen. Dann kannst du dich gerne umziehen. Dein Kleid lasse ich für dich gerne reinigen, wenn du es dann wieder haben möchtest.“ Sie nickt mir zu „das ist lieb von dir, danke. Ja das Kleid ist eines der wenigen Dinge, die mir von meiner Mutter geblieben sind. Ich möchte es gerne behalten.“ Schweigend gehen wir Hand in Hand in Richtung Brückenebene, auf der sich auch mein Quartier befindet. Als Advisor und erste Beraterin des Kommandanten bin ich auf der Shadow privilegiert, eines der Quartiere der Offiziere zu bewohnen. Auch wenn es für mich keine Bedeutung hat. Floppy ist der einzige, der das große Quartier ausnutzt und seine Flüge darin absolviert. Auf der Darkness hatte ich nur ein kleines Quartier, was völlig ausreichend war.



Kiranas Quartier



In der Macht vorausgreifend, öffne ich mein Quartier. Ich habe hier ein Machtschloss eingebaut. Nur so kann ich gewährleisten, das sich befugte Personen hier aufhalten. Wir betreten mein Quartier. Kara schaut sich stauend um „das ist ziemlich groß.“ Und im selben Moment fliegt ein Schatten an ihr vorbei, auf mich zu und landet auf meiner Schulter. Mit sanften Sauggeräuschen schmatzt er mir am Hals entlang. Ich nehme ihn in die freie Hand und schaue ihn an. „Floppy. Nicht so stürmisch. Ich bin ja wieder da. Benimm dich! Wir haben Besuch.“ Und dann an Kara gewandt „darf ich dir Floppy vorstellen? Er freut sich mich wiederzusehen.“ Ich grinse in Karas Richtung, die wie angewurzelt stehen bleibt.



Dann löst sie sich langsam und beginnt zu lachen. „Hab ich mich erschrocken als er so schnell an mir vorbei ist. Ich habe einen Hauch gespürt und dann war es schon zu spät. Hallo Floppy.“ Zärtlich streicht sie mit einem Finger über einen der Flügel. Floppy bleibt davon unbeirrt und fliegt sofort wieder los in seine Ecke, wo er genug zu fressen hat und sich ausruhen kann.



Ich zeige Kara, wo sie sich frische Sachen nehmen kann und wo die Duradusche ist. Dann lasse ich sie sich zuerst fertig machen. In der Zwischenzeit nehme ich mir das Pad, das mir die Krankenstation zur Verfügung gestellt hat und lese mir die Berichte und Ergebnisse der Tests durch. Dabei fällt mir ein Wert besonders ins Auge. Einmal mein eigener Midichloridwert, an den ich mich bereits gewöhnt habe. Und dann sehe ich, dass auch bei Kara ein Midi wert bestimmt wurde. Und es ist tatsächlich einer da. Dann fällt es mir wieder ein. Ihre Mutter war eine Lady hat sie gesagt. Dann meinte sie eine Jedi. Jetzt stellt sich nur noch die Frage, ob Jedi oder Dunkle Jedi. Ich beschließe, Kara nicht danach zu fragen. Sie soll erstmal ihre Zeit genießen. Und wenn dann die Zeit gekommen ist, bin ich für sie da und kann sie unterstützen.



Mit diesen Gedanken setze ich mich auf den Boden, schlage die Beine zusammen und versinke in der Macht……



To be continued…


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

27. März 2018
#7
Ort: Quelii Sektor - Dathomir
Zeit: Jahr 23 nach Endor



auf dem Sith Reaper Shadow
Kiranas Quartier



Es ist vollkommen ruhig um mich herum. Ich bin ausgeruht. Ich werde eins mit der Macht. Sie umfließt mich. Sie dringt durch mich durch. Sie gibt mir Kraft und sie lässt mich mit geschlossenen Augen sehen. Ich spüre alles um mich herum und doch kann ich mich komplett abkapseln. Wie eine Woge des Meeres kann ich sie leiten. Sie plätschert, wenn ich es will. Und sie wird zum tosenden Sturm wenn ich es will. Ich habe die komplette Kontrolle über sie. Sie tut was ich will. Mit einer Handbewegung steuere ich sie von einer zur anderen Seite. Ich stelle mir visuell vor, wie ich in sie hineintauche und ihre Energie in mich aufsauge. Ich schöpfe Kraft aus ihr und lasse sie mit mir eins werden….



Ich befinde mich im völligen Einklang mit meinem Körper. Während ich so dasitze und die Energie durch mich hindurchströmt, spüre ich eine zweite Energiequelle, die sich in meine hineindrängt. Sie ist warm, weich und hat eine orangene Farbe. Mein dunkelviolett vermischt sich mit dem orangenen Ton. Es fühlt sich gut an, wie nachhause kommen. Ich genieße das Gefühl. Dann spüre ich es auch körperlich. Zwei Arme haben sich um mich gelegt und schmiegen sich an mich. Ich atme tief ein. Es ist Kara. Sie riecht unglaublich gut, ihre Körperwärme strahlt wie eine heiße Sonne an meinem Rücken. Ich versinke in diesem Geruch und dem Gefühl. Niemals vorher in meinem Leben habe ich so etwas gefühlt. Nie durfte mich jemand während meiner Meditation stören, weil dies für denjenigen tödlich enden könnte. Doch sie schafft es einfach hineinzuwandern und mich zu stärken. Es fühlt sich nicht wie eine Störung an, eher wie eine Ergänzung. Etwas verwirrt öffne ich leicht die Augen und blinzle sie an „hey. Fertig mit duschen?“ Sie nickt und lächelt mich an. „Ja, bin ich. Du hast hier so reglos gesessen. Da wusste ich nicht, ob ich dich stören darf. Also hab ich mich nur angelehnt. Gehst du jetzt duschen? Und was machen wir dann?“ Irritiert von ihrer Art und Weise lächle ich. „Ach Kara. Ich hab keine Ahnung wie du es schaffst, dass ich mich so wohl fühle… ja ich werde jetzt auch eine Dusche nehmen, mich umziehen und dann muss ich mich leider auch etwas um meine Arbeit kümmern. Für dich habe ich Unmengen an Informationen, die du dir ansehen kannst und studieren, wenn du magst.“ Ich spüre deutlich, wie die Neugier und damit auch die Machtfähigkeiten in Kara erwachen. Sie ist die Tochter einer Systemlady. Demzufolge auch machtfähig.



Ich zeige Kara das Holoterminal und wie sie es bedienen kann. Sie ist sehr wissbegierig und schaut mir genau zu, was ich mache. Dann fragt sie das eine oder andere. Am Ende zappt sie durch die Kanäle und ich begebe mich in Ruhe in die Nasszelle, um mir den Dreck von Corstris abzuwaschen, welcher mir seitdem anhaftet.



Nach der Dusche fühle ich mich erfrischt und gestärkt. Ich zeige Kara, wie sie über das Terminal etwas zu essen ordern kann, welches dann von der Cantina aus über den internen Mini Turbolift hier im Quartier ankommt, an der Ausgabeluke neben der Tür. Sie bestellt gleich großzügig. Für mich nur ein Kometenwasser und etwas leichtes zu essen.



Anschließend überfliege ich sämtliche Korrespondenz, die mich während meiner Abwesenheit erreichte. Unter anderem gibt es Marschbefehle für Dathomir und so erfahre ich auch, was unten auf dem Planeten los ist. Das ist beunruhigend. Ich muss schnellstmöglich da runter. Kara kann ich nicht mitnehmen, sie ist noch nicht soweit. Aber allein lassen möchte ich sie auch nicht. So entschließe ich mich, ihr Floppi da zu lassen. „Kara. Hör mir zu.“ Sie schaut mich an, während sie genüsslich nebenbei das Obst in den Mund schiebt. „Ich muss runter auf den Planeten. Jaelle ist schon unten. Die brauchen meine Unterstützung. Hier bist du sicher in meinem Quartier. Niemand kommt hier rein. Du kannst alles durchgucken am Terminal, was du möchtest. Ich lasse dir Floppi hier. Er wird dir unterstützend in der Macht helfen. Ich komme so schnell wie möglich wieder hoch. Wirst du klar kommen?“ Etwas ängstlich, aber auch neugierig schaut sie mich nun an. Ihre Augen scheinen direkt in meine Seele zu schauen. Ich fühle mich unbehaglich und habe das Gefühl, dass ich sie nicht allein lassen möchte. „Ich verspreche dir“ flüstere ich fast, während ich ihre beiden Hände in meine nehme und sie weiterhin direkt ansehe „das ich so schnell wie möglich zurück bin. Ich lasse dich nicht wirklich allein. Floppi ist mit mir verbunden. Ich muss mein Volk da unten unterstützen und du bist noch nicht soweit, mich zu begleiten.“ Einen Moment später hellt sich ihre Miene auf, sie wirkt freundlich und lächelt mich an. „Ja Kira. Geh du zu deinem Volk. Ich warte hier oben auf dich bis du zurück bist.“



Erleichtert nehme ich Kara spontan in den Arm und drücke sie fest an mich. Ich spüre die Wärme ihres Körpers auf meinem. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich schön. Ich streiche durch ihr Haar. Sie hat die Augen geschlossen. Wir genießen den Moment gemeinsam. Dann löse ich mich von ihr. Sie setzt sich und ich verlasse das Quartier um zur Planetenoberfläche von Dathomir zu reisen. Ich muss mein Volk beschützen. Doch danach bin ich wieder ganz für Kara da…



To be continued …


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

23. April 2018
#8
Ort: Quelii Sektor - Dathomir
Zeit: Jahr 23 nach Endor



auf dem Sith Reaper Shadow
Vor und im Quartier von Kirana



Auf meinem Weg zu meinem Quartier gehen mir tausende Gedanken durch den Kopf. Jaelle wurde entführt. Wer sind diese Gegner? Wir müssen weiter. Wir brauchen Verbündete. Hoffentlich geht es Kara gut.



Kara. Bei dem Gedanken an sie wird mir mulmig. Hoffentlich ist ihr hier nichts passiert. Ich muss sie sehen. Ich laufe den Gang zu meinem Quartier entlang. Ich lege meine Hand auf die Sensorerkennung. Die Türen öffnen sich, nachdem ich die Machtschlößer deaktiviere. Diese Türen sind zusätzlich mit der Macht gesichert. Da Kara auch macht empfänglich ist, kann sie ein- und ausgehen. Doch niemand sonst.



Ich schaue mich panisch um. Ich sehe sie nicht gleich. Doch dann schaut mich ein blonder Lockkopf an und beginnt zu strahlen. Sie steht auf und kommt auf mich zu. Mit einem Satz bin ich bei ihr, nehme sie in die Arme und drücke sie fest an mich „Zum Glück ist dir nichts passiert. Ich hab dich vermisst“ strömt es nur so aus mir heraus. Verdutzt schaut sie mich nun an „hier war alles ruhig. Was ist los? Du bist aufgeregt. Ich habe dich auch vermisst. Floppy hat mich gut unterhalten.“ Sie lächelt in Richtung des Shyracks. Ich schaue ihr ins Gesicht, nehme es in meine beiden Hände. „Du bist was ganz Besonderes Kara. Ich würde mir niemals verzeihen, wenn dir etwas passiert. Jaelle wurde entführt und wir wissen nur, dass es irgendwelche Jünger waren. Diese verfolgen Ziele, die nicht mit unseren übereinstimmen. Und sie haben Jaelle. Ich hatte die Befürchtung, dass sie von deinem Vater kommen, doch dann hätten sie dich auch mitgenommen. Nun weiß ich nicht wer sie sind.“ Wieder ziehe ich sie an mich und halte sie fest, als könnte sie mir jeden Moment jemand entreißen.



Kara drückt mich etwas von sich, sehr sanft, jedoch bestimmend. „Ich fühle mich hier sehr sicher Kira. Du musst dir dahingehend keine Gedanken machen. Ich bin glücklich, dass du unversehrt zurückgekehrt bist. Doch nun erzähle mir, was ist auf dem Planeten passiert?“



Langsam beruhige ich mich. Wir setzen uns. Ich lege meine Robe ab. Darunter trage ich die Rüstung, die ich einst von Cyrus bekam, als er noch LSO auf der Darkness war. Mittlerweile hat er seine eigene Einheit. Innerlich beschließe ich in diesem Moment, ihm auf jeden Fall mal einen Besuch abzustatten. Diese Rüstung hat bereits einiges hinter sich und war jeden Credit wert, den ich dafür an ihn gegeben habe. Dies ist eine Spezialanfertigung. Ich lege sie dennoch ab. Nun habe ich nur noch meine leichten Zivilsachen an. Diesmal nimmt mich Kara in den Arm. Und ich beginne zu erzählen. Von dem Moment, wo wir gelandet sind bis zur Rückkehr. Zwischendurch bemerke ich, wie Kara zusammenzuckt, wenn ich von Verwundungen und den kritischen Angreifern berichte. Aber ansonsten hört sie mir ruhig zu bis ich fertig bin. Sie streichelt dabei gedankenverloren über meinen Kopf. Ich genieße ihre Berührungen sehr.



Ich werde immer ruhiger. Sie schafft es, das ich mich total sicher fühle in ihrer Gegenwart. Selbst meine Augenfarbe, die in den letzten Monaten immer den dunkelvioletten Stich hatten, strahlen in ihrem altbekannten verträumten dunkelbraun in Karas Nähe. Ich drehe mich um, mein Kopf ruht nun auf ihrem Schoss. Ihre hellen, meerblauen Augen, schauen direkt in meine. Es ist, als würde sie tief in meine Seele schauen. „Danke“ haucht sie mir zu und streichelt mein Gesicht. Ich nehme ihre Hand in meine. „Wofür, Kara. Wofür?“ flüstere ich zurück. Sie schaut verlegen zur Seite. Selbst so sieht sie atemberaubend aus. Sie schluckt. Es ist fast als würde ihr die Stimme versagen, als sie spricht „für alles Kira. Dafür, das du für mich da bist, das du mich gerettet hast, das du mir vertraust und für all das hier.“ Sie schaut in die Runde. Ich rappel mich auf, drehe mich um, schaue sie nun direkt an, nehme ihr Gesicht in meine Hände, streichel mit dem Daumen sanft über die Wange. „Hey das ist doch selbstverständlich. Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie wichtig du für mich bist. Niemand darf dir etwas antun. Ich würde jeden töten, der dir weh tut.“ Ich lehne meine Stirn an ihre, schließe meine Augen. „Ich könnte es nicht ertragen, wenn dir etwas passiert Kara“ flüstere ich ihr zu.



Sie legt ihre Hand in meinen Nacken. Wir schauen uns an. Sie in meine und ich in ihre Augen. Ich verliere mich darin. Es ist als schwimme ich in der unendlichen Glückseligkeit. Unsere Gesichter sind nur Millimeter voneinander entfernt. Wir schlucken beide in dem Moment, weil keiner von uns weiß, wo das endet, wenn wir uns jetzt dem hingeben, was in uns beiden schlummert. Ganz langsam bewegen sich Karas Lippen auf meine zu. Nur für einen Bruchteil einer Sekunde berühren sie sich. Ein elektrischer Schlag geht durch meinen kompletten Körper. Schneller als ich denken kann überschlagen sich meine Gedanken. Ich löse mich sofort von ihr „ich werde duschen und mich umziehen“ kommt es mehr geflüstert als gesprochen von mir. Sie schluckt und nickt mir zu. Ich sehe noch, wie ihre Lippen ein „sorry“ formen, welches ich sofort verneine. Dann begebe ich mich in Windeseile in meine Nasszelle und drehe das eiskalte Wasser auf...



to be continued...


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

18. Mai 2018
#9
Ort: Quelii Sektor - Dathomir
Zeit: Jahr 23 nach Endor



auf dem Sith Reaper Shadow
Im Quartier von Kirana



Meine Gedanken überschlagen sich. Ich lasse das eiskalte Wasser über meine Haut prasseln. Was habe ich nur getan? Das darf nicht sein. Ich kann das nicht zulassen. Es ist falsch. Kara ist verletzlich, sie verlässt sich auf mich. Ich muss sie beschützen. Da kann ich nicht einfach diese Gefühle, die so lange schon in mir schlummern, zulassen. Ich muss mich beherrschen. Immer wieder erscheint vor meinem geistigen Auge diese Berührung. Die Berührung unserer Lippen, die aufeinander treffen. Diese weiche, sinnliche Berührung, die alles in mir zum explodieren gebracht hat. Ihre erwartungsvollen Augen, die in diesem Moment leuchteten wie Diamanten. Ich habe mich total in ihnen verloren. Sie waren in dem Moment wie ein Anker, der mich zu sich zog. Ich bin dieser Frau total verfallen. Das darf auf keinem Fall so weitergehen. Ich darf das nicht zulassen. Doch diese Gedanken. Es lässt mich einfach nicht los. Ich wasche mich und atme dabei tief durch. Eine kurze Meditation sollte mir da helfen.



Nach der Dusche fühle ich mich sauber, jedoch ist mein Geist nicht frei. Ich bin glücklich und gleichzeitig traurig. In Leinenhose und Hemd bekleidet komme ich zurück in den Hauptraum, wo Kara vor dem Panorama steht und gedankenverloren hinaus ins All schaut.



Da wir zur Zeit durch den Hyperraum springen, ist hier nur verzerrter Raum zu sehen. Ich trete hinter sie und lege beide Hände auf ihre Hüfte, jede auf eine Seite. Ich lehne mich vorsichtig an ihren Rücken, mein Gesicht vergräbt sich in ihrem Haar. Ich atme tief ein. Es riecht so wunderbar. Doch ich weiß, dass ich dies hier nicht darf. Ich darf mich von niemandem abhängig machen, weil genau das meine Schwäche wäre. Ich will nicht schwach sein. Doch ich kann mich kaum wehren.



Kara lehnt sich an mich. Ihre Wange liegt nun an meiner Wange. Sie nimmt ihre Hände und zieht meine um ihren Körper herum, sodass ich sie nun von hinten umarme. Sie hält meine Hände fest, hat die Augen geschlossen. Ich möchte grad sagen, dass wir das nicht dürfen, als sie flüstert "bitte sag jetzt nichts. Ich weiß was du sagen willst und ich möchte es nicht hören. Nicht jetzt. Genieße einfach den Augenblick.... bitte." Ich nicke fast unmerklich. Dann schließe auch ich meine Augen und atme einfach nur tief ein und aus.



Ich weiß nicht wie lange wir so gestanden haben. Ich mit ihr in meinem Arm und unsere Augen geschlossen. Plötzlich meint Kara "wohin fliegen wir?" Ich öffne meine Augen. "Susevfi. Das liegt im Quence Sektor. Das ist ganz weit weg vom Quelii. Wir müssen mehrere Sprünge machen um zum Ziel zu kommen. " Sie nickt "okay. Wer lebt dort? Verbündete von dir?" Ich lächle "ja. Es ist eine Ordenswelt. Die Jensaarai leben dort. Wir haben sie damals überzeugen können, sich dem Orden anzuschließen." Ich kuschel mich dicht an Kara, spüre ihre Körperwärme, während ihr Rücken an meinem Bauch gedrückt ist. Meine Arme umschlingen ihre Taille. Sie hält meine Arme fest, hat sich an mich gelehnt und wir beide genießen diese Zweisamkeit.



"Erzähl mir mehr von dem Orden." bittet sie mich. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht und ich fange an zu erzählen. Zwischendurch werden wir mit Meldungen unterbrochen, die ich von der Brücke erhalte. Es wird auch ein Meeting geben. Doch für den Moment bin ich für Kara da. Ich erzähle, beantworte Fragen und genieße die Zeit mit ihr zusammen.



Später lasse ich sie allein mit einigen Flimsis und Pads mit Informationen über den Orden inklusive des Kodex'. Sie beginnt zu lesen und ich gehe zum Meeting. Es wird besprochen, was die nächsten Schritte sind und wie wir weiter vorgehen. Ich spreche mit Natalija Raatko, Sith Lady von Sinistra. Wir bereden alles Wichtige, bevor ich dann zurück in mein Quartier gehe.



Kara hat dort viel gelesen und sich angeschaut. Ich lasse uns etwas zu essen fertigen und setze mich mit ihr an den Tisch. Wir essen gemeinsam. Sehnsüchtige Blicke treffen mich beim essen. Jeder Bissen fällt mir schwer. Ich spüre ihre Blicke auf mir. Ich möchte laut los schreien. Denn ich weiss genau, was sie fühlt. Ich fühle schliesslich genauso.



Floppy versucht grad ein kleines Knäuel Prunchti-Nudeln zu entwirren und tobt damit über den Tisch als Kara ihren Teller von sich schiebt. Ich schaue sie an "satt?" Sie nickt und dann steht sie auf. "Ich möchte mich etwas ausruhen" meint sie und geht in Richtung Schlafbereich. Ich nicke nur und bleibe sitzen. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Ich schließe die Augen. Bilder laufen vor meinem Auge ab. Alle Ereignisse seit dem Moment, seit dem ich Karas Gesicht, ihre Augen, zum ersten Mal sah. Die verschiedenen Facetten seitdem. Traurig, niedergeschlagen, ängstlich, erwartungsvoll, freudig, liebevoll, leidenschaftlich. So viele Gefühle, die auf mich einprasseln. Eine seltsame Verbindung zu Kara, die meine Sinne schwinden lässt, umfängt mich. Es ist wie ein Rausch. Ich #spüre ihre Wärme, obwohl sie nicht neben mir sitzt. Ich #höre ihren Atem deutlich von nebenan, als würde sie an mich gelehnt sein. Ich kann ihren Duft hier überall riechen.



Ich halte es nicht mehr aus. In Windeseile räume ich das Geschirr ab, packe es in die Reinigungseinheit. Dann gehe ich nach hinten zu den Schlafkabinen. Plötzlich bleibe ich stehen. In Zeitlupentempo bewege ich mich in Richtung ihres Bettes. Sie liegt dort, hat die Augen geschlossen. Doch ich #spüre genau, dass sie nicht schläft. Vor ihrem Bett bleibe ich stehen. Mein Atem droht zu versagen. Ich weiß nicht was ich hier tue. Dann öffnet sie ihre Augen. Sie schaut mich an. Dieser Blick durchdringt mich, ich weiß in diesem Moment, das ich komplett verloren bin. Verloren in ihr. Ich kann mich nicht bewegen. Ich bin wie erstarrt.



Kara steht auf. Ganz langsam. Ihr Blick ruht auf mir. Ihre Augen strahlen eine Leidenschaft aus, wie ich sie vorher noch nicht gesehen habe. Eine innere Unruhe erfasst mich. Sie steht direkt vor mir. Wir sind gleich gross. Unsere Gesichter sind direkt voreinander. Ich sehe ihr direkt in die Augen. Es ist als sehe ich in ihre Seele. Wie eine Offenbarung. Ich setze an mit "ich...." doch sie legt einen Finger auf meine Lippen und schüttelt kaum merklich den Kopf "nicht reden.... nicht jetzt" sagt sie.



Ich schlucke. Ich weiss genau, dass ich gleich einen Punkt überschreite, an dem ich nicht mehr zurück kann. Millisekunden halten mich davon ab, doch dann gewinnt das Gefühl, das seit Wochen, seit Monaten in mir schreit. Ich habe mich zu lange zurückgehalten. Die Vernunft explodiert in mir und das Gefühl breitet sich aus. Es ist wie die Macht selbst. Es hat mich eingenommen, umhüllt mich und wärmt mich. Ich #spüre das Licht und die Hoffnung wie nie zuvor.



Mein Gesicht beugt sich etwas vor. Und dann spürt auch mein Körper die Auswirkungen. Meine Lippen treffen auf Karas. Doch nicht nur so kurz, wie heute mittag noch. Es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, die meine Lippen auf ihren sind, bevor sie reagiert. Doch dann hat auch sie gemerkt, das ich nicht zurückweiche. Ihre Arme legt sie in meinen Nacken und zieht mich zu sich rüber. Unsere Lippen spielen miteinander. Wir küssen uns leidenschaftlich. Meine Arme liegen um ihre Taille, meine Hände streicheln sanft und leidenschaftlich über ihren Rücken. Ich drücke sie fest an mich. Ich spüre ihren Körper an meinem. Mein Blut schießt durch die Adern als wären wir auf einem Marathonlauf durch die Wüste Tattoines. Unsere innige Umarmung, der Kuss, die Leidenschaft. Alles um uns herum scheint miteinander zu verschmelzen. Ich spüre nur sie, ihren Atem, ihren Geschmack in meinem Mund, ihre Haut unter meinen Händen und ich fühle mich als könnte ich fliegen...



to be continued...


RE: Die Zeit... - zero - 23.08.2024

30. Juli 2018
#10
Ort: Quence Sektor - Suarbi System - Suarbi 7 - Susevfi
Zeit: Jahr 23 nach Endor



auf dem Sith Reaper Shadow
Im Quartier von Kirana
Was ist geschehen? Ich liege auf meinem Bett, die Augen geschlossen. Ich fühle mich wie in einem Rausch. Meine Gefühle tragen mich wie auf Wolken. Mein Körper fühlt sich hingegen an, als würde er auf dem Wasser liegen und eine Welle trägt mich über den Ozean. Ich öffne langsam die Augen. Ich sehe an mir herunter. Erst jetzt, wo ich visuell meine Umgebung wahrnehme, spüre ich den weichen, warmen Körper auf mir. Kara liegt dort. Ihr dunkelblondes Haar ist über meinen Körper ausgebreitet. Unter diesem liegt irgendwo ihr entzückendes Gesicht, welches tief und fest zu schlafen scheint.



Dies ist wirklich. Es ist geschehen. Wir haben uns vereint. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich solche Gefühle gehabt, geschweige denn sie zugelassen. Körperliche Freuden waren für mich ein absolutes Tabu. Ich musste mich auf die Aufgabe konzentrieren. Meine Aufgabe in dieser Gesellschaft. Diese sieht genau so etwas überhaupt nicht vor. Ich konnte mich nicht wehren. Es kam über mich wie ein Sandsturm, ungebremst mit voller Wucht. Ohne Chance auf Ausweichen. Genauso war es.



Was mache ich jetzt? Kara und ich sind verbunden. Mehr als jemals zuvor. Ich spüre allein bei ihrem Anblick in mir einen Sturm aufkommen. Sie zieht mich magisch an. Ich bin total hilflos in ihrer Gegenwart. Das muss ich lernen zu kontrollieren. Niemand darf es wissen. Keine Schwächen, niemals, auf keiner Linie. Ich habe mich dem Dunklen Orden gegenüber verpflichtet. Das hat absoluten Vorrang.



Während ich mit meinen Gedanken und Gefühlen hadere, wacht Kara langsam auf. In der Macht #streichelt sie meine Seele. Sie ist sehr mächtig, ohne es zu wissen. Ein Lächeln huscht über ihr makelloses Gesicht. Die Sommersprossen scheinen auf ihrer Haut zu hüpfen und sich auf den Tag zu freuen. Ich schaue sie an. Karas blaue Augen sind wie der Ozean, tief und geheimnisvoll. Meine hingegen sind dunkelbraun, fast schwarz. Ein Blick in die Seele. "Guten Morgen Kira grüßt Kara mich mit einem Lächeln im Gesicht und funktelnden Augen. Ich schlucke einmal, streichel Kara über die Wange "Guten Morgen Kara." Wir lächeln uns an. Es ist, als führen wir einen Dialog mit den Augen, ohne ein Wort zu sagen.







--- Nach den Mission zu ZI 270523 n.E. / ZI 030623 n.E. und 010723 n.E. ---




Ort: Im Hyperraum unterwegs in Richtung Nentan
Zeit: Jahr 23 nach Endor



Nach harten Kämpfen und Trainings bin ich zurück in meinem Quartier. Kara schaut mich traurig an. "Was ist los?" Eine Träne kullert ihre Wange herunter. "Ich habe mir Sorgen gemacht um dich. Ich habe gespürt, dass du in Gefahr bist und ich durfte dir nicht helfen." Sie senkt den Blick. Mit einem Satz bin ich bei ihr, nehme sie in meine Arme "hey. Ich werde immer irgendwie in Gefahr sein, wenn ich unterwegs bin. Das ist meine Bestimmung." Versuche ich sie zu beruhrigen. Sie schlingt ihre Arme um mich und hält mich fest. Wieder spüre ich dieses innere Verlangen, sie dicht an mir zu spüren und sie niemals los zu lassen. Ich atme tief ihren Duft ein. Es ist wie eine Droge. Ich brauche sie. Genau das wird mir in diesem Moment bewusst wie nichts anderes. Ich #spüre von ihr deutliche Signale, die mir die gleichen Antworten liefern. Sie braucht mich genauso wie ich sie. Ich #spüre unsere Verbindung in der Macht. Es war Schicksal, das wir zusammen gekommen sind. Es sollte so sein. Die Macht wollte diese Verbindung. Das ist ein deutliches Zeichen für mich.



"Ich möchte dich begleiten auf deiner nächsten Mission." Jetzt schaue ich sie überrascht an. Dann schüttele ich energisch den Kopf. "Nein wirst du nicht Kara." Sage ich mit fester Bestimmtheit. "Der nächste Einsatz ist zu gefährlich. Gerne an anderen Einsätzen in der Zukunft. Aber nicht bei diesen. Ich werde dir einige Tipps und Tricks verraten und dir zeigen, wie du deine Macht gezielt einsetzen kannst. Jedoch ist der kommende Kampf zu gefährlich für dich. Hier in meinem Quartier bist du sicher. Du darfst auch gerne im Schiff herumwandern. Aber begib dich nicht in Gefahr! Ich habe geschworen, dein Leben zu schützen und ich werde dies tun. Dies kann ich nur, wenn ich weiß, wo du dich aufhälst. Unser Feind auf Nentan ist momentan noch unbesiegbar. Und solange ich deren Schwächen nicht kenne, möchte ich dich hier sicher wissen. Bitte versteh mich." Ich nehme ihr Gesicht in meine Hände. Streiche mit den Daumen die Tränen weg. Sie schluchzt leise und nickt dann leicht. "Du hast recht." Bringt sie unter Tränen hervor. "Dann sag mir wenigstens, wie ich dich unterstützen kann. Ich möchte dir meine Kraft übertragen für den Kampf." Jetzt lächel ich Kara direkt ins Gesicht. "Da habe ich eine gute Idee, wie wir das bewerkstelligen können." Wir setzen uns gemeinsam hin und ich helfe Kara, wie sie ihre Energie bündeln kann. Durch unsere besondere Verbindung zueinander, finden wir uns, auch wenn wir Galaxien voneinander getrennt wären. Ich kann sie überall #aufspüren. Ihre Aura hat sich in meine gebrannt. Es ist, als suche ich mich persönlich...



to be continued...