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Bordleben der DSD II Ensiferum - Druckversion

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RE: Bordleben der DSD II Ensiferum - zero - 22.08.2024

21.08.2024

Brücke

Natsu Dragneel, Kate Sinn (frei für alle)



Natsu Dragneel stand ruhig auf der Brücke des Sternenzerstörers, seine Augen unverwandt auf Kate Sinn gerichtet. Die Worte der Agentin hallten in der Stahlkammer wider, wie ein langsames, fesselndes Echo, das um ihre beiden Figuren kreiste. Hier in diesem Raum, wo Macht und Intrigen mit der atmosphärischen Dichte der wachsamen Offiziere vermischt wurden, spürte Natsu das Gewicht dieser verbalen Herausforderung – ein Tanz aus Worten, der mindestens ebenso tödlich sein konnte wie jede körperliche Auseinandersetzung. Mit zielsicherer Langsamkeit formten sich seine Gedanken zu einer Antwort. Er war sich bewusst, dass ihre Worte mehr zu bieten hatten als den oberflächlichen Klang – sie waren eine Offenbarung, ein stummer Schrei nach Verstehen und gleichzeitig eine fesselnde Warnung. „Kate,“ begann er, seine Stimme weich, aber mit einem Unterton aus Stahl, „wir alle tragen Masken, sei es im Kampf oder im täglichen Spiel unseres Lebens. Was zählt ist nicht der Zeitpunkt, an dem wir sie ablegen, sondern der, an dem wir entscheiden, wie viel von uns selbst hinter ihnen verborgen bleibt.“ Seine Worte nahten sich ihrem Unbehagen mit Bedacht, erkennend, dass ihre gemeinsamen Reisen sie beide gezeichnet und zugleich gestärkt hatten.



Er ließ eine Pause einkehren, ließ die Spannung zwischen ihnen wieder aufsteigen, eine flirrende Präsenz, ähnlich der unsichtbaren Energie, die den Hyperraum erfüllt. „Die Fäden sind nicht nur unsichtbare Fesselungen, sie sind die Linien und Bahnen, die wir selbst schmieden. Zugleich sind sie verbindende Brücken, die uns zeigten, wohin unsere Entscheidungen führten.“ Mit einer bewusst langsamen Bewegung hob er seine Hand, um für einen Herzschlag die kühle Stahlbrüstung zu berühren, auf der Kates Blick zunächst ihren Blick gerastet hatte. „Sie haben nicht Unrecht, dass Spiel oft Wunden zurücklässt, Narben, die tief und entbehrlich sind, aber ohne diese würden wir die Furchen unserer Taten nie voll erfassen.“ Sein Blick ruhte auf ihr, während er fortfuhr: „Doch in jedem Opfer, in jedem Moment der Verzweiflung auf diesem Pfad, haben wir die Möglichkeit, uns selbst als mehr zu entdecken als Individuen, die durch ihre Fehler definiert sind. Selbst im dunklen Spiegel der Macht existiert die Spur selbstgesetzter Freiheit.“



Er trat näher, die Größe seiner Gestalt im Zusammenspiel mit dem scharf durchtrennenden Licht der Bildschirme ließ ihn imposant erscheinen. Sein Atem, kaum hör- und spürbar, spiegelte wider, dass auch er sich seiner eigenen Begrenzungen bewusst war – eine Wahrheit, die umso schwerer wiegt, da Macht nicht nur Vorteile, sondern auch Pflichten bedeutete. „Die Gefahr, die Sie sehen, die Narben, die Worte, hinterlassen keine Spur, die nicht geheilt werden könnte,“ fuhr er fort. „Vertrauen ist kein scharf geschliffener Dolch, sondern ein Instrument wie ein Klangbogen, der zu neuen Melodien führt. Und in der Kunst, dies zu spielen, verbirgt sich die wahre Erfüllung.“ Natsus Hand bewegte sich zu der Stelle, die Kate kurz zuvor mit ihrer Hand berührt hatte, fühlte einen Nachhall ihrer Wärme im stillen Zentrum seiner Gedanken. „Ich habe meine Maske ein einziges Mal fallen lassen, als es am meisten zählte," gestand er. "Ein einziges Mal."



Dann setzte er die letzten seiner Worte mit einer gewissen Klarheit und Zielstrebigkeit fest, die seine Präsenz in dieser unendlichen Dunkelheit bekräftigten: „Ich bin bereit, diesen Tanz zu tanzen, so lange, wie nötig. Doch auch ich warne Sie, denn wenn meine Maske erst einmal fällt und sich die wahre Natur meiner Selbst offenbart, so kann ich für nichts mehr garantieren“ Ihre Blicke verwoben, die Distanz schmolz nicht, sondern gab den Raum für diesen nächsten Abschnitt, der keine Gewissheiten garantierte – nur die Möglichkeit, dass in der riskanten Mechanik dieser Gedanken und Empfindungen die Dämmerung einer neuen Erkenntnis lag. Hin und wieder verhielt sich das Wagnis von Worten mehr der Voraussage und Öffnung als in der finalen, konzipierten Umsetzung des Geplanten antreten zu wollen. In dieser echten Unmittelbarkeit trafen sie aufeinander, zwei Wesen von intensiver, fast schicksalhafter Intention.


RE: Bordleben der DSD II Ensiferum - zero - 22.08.2024

21.08.2024

Kate stand reglos auf der Brücke des Sternenzerstörers. Ihre blauen Augen, kalt und durchdringend, spiegelten das tiefe Schwarz des Alls wider, das sich durch die gewaltigen Panoramafenster erstreckte. Sie überlegte, wann sie zuletzt ihre eigene Maske hatte fallen lassen, wann sie jemanden einen echten Blick hinter die Fassade gewährt hatte. Doch die Antwort entglitt ihr, als wäre sie nie vorhanden gewesen.

"Entscheidungen..." begann sie, ihre Stimme war leise, beinahe ein Flüstern, das in der sterilen Atmosphäre der Brücke zu verhallen schien. Sie machte eine Pause, während ihre Gedanken das Wort auf der Zunge zerrieben, bevor sie es freigab. "Wer kann wirklich behaupten, sie frei zu treffen? Ohne ständig die Konsequenzen abzuwägen, die sie mit sich bringen könnten? Ohne dabei immer wieder die möglichen Folgen gegeneinander abzuwägen?"



Ihre Finger glitten unbewusst über die glatte Oberfläche der Umrandung des Panoramafensters vor ihr, das kalte Metall ein schwacher Kontrast zu den Gedanken, die sie erfüllten. Sie spürte die Vibrationen des Schiffes unter ihren Füßen, das leise Summen der Macht, die durch die Systeme floss, und die kaum wahrnehmbare, aber stets gegenwärtige Bedrohung des Raums außerhalb. "Freiheit," fuhr sie fort, "ist die größte Illusion, die uns jemals verkauft wurde. Sich selbst zu finden, das wahre Selbst, ist in unseren Positionen oft eine Gefahr. Manchmal ist es sogar unmöglich – oder schlichtweg töricht."



Ihre Augen wanderten zurück zu Natsu, der noch immer schweigend vor ihr stand. "Sich neu zu erfinden," sagte sie, und ihre Stimme nahm einen nachdenklichen Ton an, "ist eine Fähigkeit, die man besitzen sollte. Doch durch die unzähligen Umstände, denen wir ausgesetzt sind, verlieren wir uns oft, bevor wir überhaupt wissen, wer wir werden wollten. Was ich schon alles war…"

Die Worte klangen in ihrem Kopf nach, als sie an die Narben dachte, die ihre Seele zierten – Erinnerungen an vergangene Schlachten, an verratene Verbündete und an unerfüllte Versprechen. "Eine Narbe heilt nie vollständig," sagte sie und blickte in die Ferne. "Sie ist Mahnmal das übrigbleibt, eine Lektion, die wir niemals vergessen sollen."



Kate schloss kurz die Augen und ließ die Worte Natsus über die Melodien in ihren Gedanken nachhallen. Sie spürte, wie eine längst vergangene Erinnerung an die Oberfläche ihrer Gedanken drängte – Xhosia. Ein Name, den sie seit Jahren nicht mehr in ihrem Kopf hatte aufsteigen lassen. Ihre Affären mit ihm und den Männern danach hatte sie tief vergraben, doch jetzt, in diesem Moment, fühlte sie, wie die alten Narben wieder aufbrachen. Wie war es möglich, dass dieser Mann vor ihr – Natsu – es schaffte, sie so tief zu berühren, während sie doch versuchte, ihn in Verlegenheit zu bringen? Es war ein Tanz, den sie noch nie zuvor auf diese Art getanzt hatte, ein Spiel, das sie nicht zu kontrollieren schien.



"Und wer," fuhr sie fort, ihre Stimme jetzt härter, fast bissig, „wer hat jemals dein wahres Selbst gesehen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass es eine der Frauen war, die nur für kurze Zeit dein Bett teilen durften. Sie sahen nur das, was du ihnen erlaubt hast, was du ihnen vorgespielt hast. War es wirklich deine Entscheidung, oder hat jemand Mächtigeres die Maske von deinem Gesicht gerissen?"

Sie stoppte den sie wusste das die Art wie er gehandelt hatte vermutlich gar nicht so viel anders war, als das was sie über die vielen Jahre seit dem sie zur Agentin der dritten Republik wurde, getan hatte und noch schlimmer wurde als sie ins Imperium zurückkehrte.

Sie schüttelte leicht den Kopf, als wolle sie diese Gedanken aus ihrem Bewusstsein vertreiben. Ihre Worte waren eine Herausforderung, ein Test, den sie ihm unbewusst stellte. Und doch spürte sie, wie ihre eigene Maske Risse bekam, wie die Fassaden, die sie so mühsam aufgebaut hatte, ins Wanken gerieten. "Jemanden ins Bett zu lassen," sagte sie und hielt den Blick fest auf ihn gerichtet, "ist eine Sache, eine leichte Sache. Ihn in dein Leben, dein Herz und deinen Verstand zu lassen, ist etwas völlig anderes. Es ist eine Entscheidung, die du nicht mehr rückgängig machen kannst."



Für einen kurzen Moment wirkte sie fast zerbrechlich, als ob die Maske, die sie trug, jeden Moment in sich zusammenfallen könnte. Doch dann kehrte der steinerne Ausdruck in ihre Augen zurück. "Man sollte einen Tanz nie vorzeitig beenden," fügte sie hinzu, ihre Stimme wieder fester. "Das nimmt dem Ganzen den Reiz. Aber man sollte auch nur so lange bleiben, wie man die Kraft hat, weiterzutanzen."

Sie sah ihm erneut tief in die Augen, suchte nach einer Reaktion, nach einem Zeichen, das ihr zeigte, dass er verstand. „Ich bin gewarnt," murmelte sie leise, fast für sich selbst, „aber ich glaube nicht, dass ein dunkler Jedi mein letzter Tanzpartner sein wird. Manchmal habe ich das Gefühl, dass das Ende auf mich wartet, geduldig, bis der richtige Moment gekommen ist. Doch wenn dieser Tag kommt," ein gefährliches Glitzern trat in ihre Augen, „möchte ich, dass es in einem spektakulären Feuerwerk endet, das noch lange in Erinnerung bleibt."


RE: Bordleben der DSD II Ensiferum - zero - 24.08.2024

24.08.2024

Brücke

Natsu Dragneel, Kate Sinn (frei für alle)



Natsu Dragneel stand der Unausweichlichkeit der Fragen gegenüber, die Kate Sinn in den Raum eingeflochten hatte, als wären sie das zarte, aber unzerbrechliche Netz aus Rauch, das den skeptischsten Beobachter umschlingt. Ihre Worte waren angereichert mit Erinnerung, getränkt von Reflektion und einer aus jeder Faser wachsenden Herausforderung. Hier auf der Brücke, wo das Sterbe-Epos des Weltalls sich durch unermüdliche Ansichten der Sterne in dem Fensterrahmen offenbarte, war die Bühne für ihre gegenseitigen Beratungen bereitet, ein Tanz mit Worten und Blicke, schärfer als jede geschmiedete Klinge. Ein Hauch von Belustigung spiegelte sich in Natsus sonst undurchdringlichen Gesichtszügen wider. „Freiheit ist tatsächlich eine Illusion“, stimmte er leise zu, seine Stimme eine melodische Tiefe inmitten der mechanischen Resonanz des Schiffes. „Die meisten von uns sind Gefangene von Rollen, die die Galaxie für uns auswählt, Kaiser in unseren Köpfen oder einfach Bauern, wenn der Vorhang für den nächsten Akt fällt.“



Er ging ein paar Schritte näher zu ihr und hielt dann inne, um den Dialog in ihren Augen zu suchen, ein Versuch, die Landschaft ihres unentwirrbaren Wesens zu erkunden. „Entscheidungen, Kate…“, äußerte er, seine Stimme fast ein Flüstern, das die vereiste Stille durchdrang. „Sie sind trist, voller Maskierung und häufig von einer Ansammlung von Umständen beeinflusst, die wir nicht kontrollieren können.“ Natsu hielt inne, seine Gedanken scheinen sich in eine nicht benannte Nostalgie zu vertiefen, bevor er fortfuhr: „Es ist unerheblich, wer mein wahres Selbst zu Gesicht bekommen hat, Kate", versicherte Natsu ihr, doch verzog er dabei kein bisschen sein Gesicht. Der Ritter ließ sich schlichtweg nicht in die Karten schauen, die nicht für die Augen anderer gedacht waren.



Ihr Ansatz, seine vermeintlich dokumentierten Affären zu hinterfragen, brachte ein Lächeln in seine Augen, das er lieber nicht verraten hätte. Es war kein Ausdruck der Verlegenheit, vielmehr das Amüsement über die archetypische Natur menschlicher Erfahrung hierin. „Da haben Sie völlig recht. Die unzähligen Frauen der Vergangenheit und all jene, die es sind oder sein werden. Ein Niemand von denen wird je hinter diese Fassade blicken und erkennen, welch Natur mir zu Grunde liegt.“ Er blickte wieder hinaus in das kalte All und öffnete seinen Geist wieder für die Wahrnehmungen, die er durch die Macht erhalten konnte. Dadurch erreichte er auch die Präsenz des Doktors, der sich gegenwärtig im Büro des Admirals befand und seine eigenen Ränkespiele ins Rollen brachte. Jiros hatte sich als starker Verbündeter erwiesen und hatte im rechten Moment gehandelt, um sein Leben zu retten. Vielleicht sollte er den alten Arzt in seiner Priorität auf dem Schachbrett etwas aufstufen.



„Zunächst mag es wahr sein, dass die körperliche Verbindung vergeht, jedoch die emotionale oder geistige Verbindung… solch eine Bereicherung, die vergeht niemals ganz spurlos. Und wie kann jemand wirklich dazu neigen, eine Maske ohne Narben tragen zu wollen?“ Seine Worte trugen eine sanfte Berührung aus Wissen in sich, die ein jeder verständlich empfände, wer jemals der Sucht zutage gelegen hatte, die aufrechte Dauerhaftigkeit zu suchen. „Es mag stimmen, dass ich nicht der letzte Tanzpartner in all ihren Existenzebenen sein werde. Doch, im Angesicht unseres gegenwärtigen Dialogs, bin ich überzeugt, das ein gemeinsamer Pfad zwangsläufig ihre Zerstörung zur Folge hätte. Auf die eine oder die andere Art.“ Seine Stimme wurde leiser, eine Lautmalerei, die wie das Singen des Raumes in den Farben des Abendhimmels aufmalt.



Als seine Worte in der kalten Luft der Brücke verhallten, erkannte Natsu die verborgene Umwandlung in ihrer Beziehung – ein Verbund aus Überschätzen und Respektieren, eine abstrakte Bruderschaft, entstanden zwischen Schläge auf die Zeit, immer vorwärts getrieben von den Fäden der bisherigen Einklangsmelodie, die noch nicht die ganze Gewalt angenommen hat. „So der so. Ein Feuerwerk wird ihnen vergönnt sein, Kate.“ Mit diesen Worten schritt der dunkle Jedi los, um die Agentin des Geheimdienstes hinter sich zu lassen. Ein abschließender Blick landete auf Line Captain Kinobe, ehe er jene Präsenz ansteuert, die er zuvor wahrgenommen hatte: Corlan Jiros.


RE: Bordleben der DSD II Ensiferum - zero - 25.08.2024

24.08.2024

Ort: Brückentbl

Kate Sinn


Kate lauschte seinen Worten, die Stimme des dunklen Jedi hatte eine unheilvolle Ruhe, die ihre Gedanken wie ein scharfes Messer zerschnitt. Sie beobachtete, wie er sich entfernte, seine Silhouette in der düsteren Atmosphäre des Raums schwindend, als hätte er sich mit den Schatten vermischt, die an den Wänden entlang krochen. Würde er sie tatsächlich auf einen Pfad führen, der zu ihrer völligen Zerstörung führte? Ein kalter Schauder lief ihr über den Rücken, und sie spürte die Schwere der Vorahnung, die sie seit Jahren verfolgte.



Kate erinnerte sich an die Worte eines Sehers, die sie einst gehört hatte, eine Prophezeiung, die ihr Leben vorgezeichnet hatte, bis hin zu dem Tag, an dem sie sterben würde. Schon viele dieser vorhergesagten Schritte waren eingetreten, und sie konnte die dunklen Wolken des vorhergesagten Endes beinahe am Horizont aufziehen sehen. Es war, als ob jede Entscheidung sie näher an das Unvermeidliche brachte. Nun stand sie hier, auf der Brücke eines gewaltigen Kriegsschiffes, die Wände schienen sich zu bewegen, als ob sie lebendig wären, drängten sie in eine unsichtbare Falle. Das gewaltige Schiff, das einst sicher und stark gewirkt hatte, schien sich mit jedem Atemzug zu verengen. Ihre Brust fühlte sich eng an, und ihr Herz schlug schneller. Es war, als würden die Wände auf sie zukommen, bereit, sie jeden Moment zu zerquetschen.



Verdammt, dieser dunkle Jedi war zu gut in dem, was er tat. Sein Blick, seine Bewegungen, alles an ihm war eine tödliche Versuchung, eine Herausforderung, die sie dumm genug angenommen hatte. Sie durfte ihm nicht noch einmal erlauben, so tief in ihre Seele zu blicken. Die Hoffnung, die einst in ihrem Herzen geflackert hatte, war nun nur noch ein flackerndes, schwaches Licht inmitten einer überwältigenden Dunkelheit. Wie hatte sie sich nur so in diese Lage manövriert? Ihre Entscheidungen, die aus einer Mischung aus Arroganz und Verzweiflung getroffen wurden, hatten sie an diesen Punkt gebracht, und jetzt fühlte sie sich in ihrem Leben selten so verloren und fehl am Platz wie jetzt.



Kate schloss kurz die Augen und versuchte, ihre rasenden Gedanken zu beruhigen. Sie hatte ihre Nachrichten weitergegeben, ihre Informationen geteilt. Ihre Präsenz auf der Brücke war nicht mehr notwendig, und sie spürte den dringenden Drang, diesen Ort zu verlassen. Mit einem tiefen Atemzug, der ihre Anspannung verbergen sollte, setzte sie sich in Bewegung. Ihre Schritte waren ruhig und langsam, obwohl ihr Herz wild in ihrer Brust pochte. Sie wollte den Anschein erwecken, dass sie nur umherlief, dass nichts sie beunruhigte. Doch mit jedem Schritt, den sie in Richtung des Turbolifts machte, fühlte sie sich mehr wie ein gejagtes Tier. Die Entfernung zur Tür schien sich zu verlängern, als ob das Schiff selbst sich verschworen hätte, sie festzuhalten.



Als sie endlich den Turbolift erreichte und die Taste drückte, schien die Zeit stillzustehen. Jeder Herzschlag widerhallte in ihren Ohren, das Warten fühlte sich endlos an. Warum nur war sie so töricht gewesen, sich auf diesen Tanz einzulassen? Sie konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass dies eine Entscheidung war, die sie teuer zu stehen kommen würde. Ihre Finger klammerten sich um den Griff ihrer Waffe, ein Reflex, der sich aus Jahren der Vorsicht und des Überlebens gebildet hatte.



Endlich öffneten sich die Türen des Turbolifts mit einem sanften Zischen. Sie trat hinein, und für einen Moment überkam sie der Wunsch, einfach in sich zusammenzufallen, die Spannung in ihren Muskeln loszulassen und der Erschöpfung nachzugeben, die an ihren Gliedern zog. Doch sie konnte sich das nicht erlauben, nicht hier, nicht jetzt, und schon gar nicht auf diesem Schiff, wo jede Schwäche sofort ausgenutzt werden könnte. Sie war eine Kriegerin, eine Überlebende, und auch wenn die Schatten um sie herum dichter wurden, würde sie nicht einfach aufgeben. Nicht hier, nicht heute.



Während sich die Türen des Turbolifts schlossen und der Lift mit einem sanften Ruck in Bewegung setzte, spürte sie, wie ihre Anspannung einen winzigen Moment lang nachließ. Sie atmete tief ein, schloss die Augen und bereitete sich darauf vor, wieder den Kampf aufzunehmen—auf ihre eigene Weise, zu ihren eigenen Bedingungen. Die Schlacht war noch lange nicht vorbei, und Kate wusste, dass sie noch viele Entscheidungen treffen musste, bevor ihr Schicksal besiegelt war.